DRK-Blutspendedienst Rostock : Abwärtstrend bei Blutspenden im Landkreis

<strong>Bei jeder Blutspende </strong>werden jeweils 500 Milliliter Blut abgezapft. Doch in der Güstrower Region gibt es immer weniger Blutbeutel mit dem wertvollen Lebenssaft. <foto>Archiv</foto>
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Bei jeder Blutspende werden jeweils 500 Milliliter Blut abgezapft. Doch in der Güstrower Region gibt es immer weniger Blutbeutel mit dem wertvollen Lebenssaft. Archiv

Die Zahl der Blutspender ist im gesamten Landkreis Rostock rückläufig. Vor allem gibt es immer weniger Erstspender zwischen 18 und 25 Jahren. Das beklagt jetzt der DRK-Blutspendedienst.

svz.de von
04. Januar 2013, 07:58 Uhr

Güstrow | Die Zahl der Blutspender ist im gesamten Landkreis Rostock rückläufig. Auch rund um Güstrow gingen vergangenes Jahr weniger Menschen zur Blutspende - trotz der insgesamt 411 Blutspendetermine in der Region. So sank das Spendenaufkommen in der Stadt Güstrow um 70, von 1748 auf 1678 Blutkonserven im Jahr 2012. Allein in Laage gibt es einen leichten Aufwärtstrend (siehe Infokasten). "Hier zählen die Blutspender vom TRW Laage und vom Fliegerhorst Laage dazu. An beiden Abnahmestellen haben wir große Unterstützung für die gute Sache und prozentual sehr viele Blutspender", sagt Silke Hufen vom Rostocker Blutspendedienst.

Dennoch beklagt der für die Region zuständige DRK-Blutspendedienst Rostock einen kontinuierlichen Abwärtstrend bei den Blutspenden. Das widerspiegele den Trend in ganz MV, so Silke Hufen. "Dieser Rückgang ist dem demografischen Wandel geschuldet", versucht sie zu erklären. Vor allem gebe es immer weniger Erstspender, die zwischen 18 und 25 Jahren alt seien. "Uns fehlen die die Nachrücker", sagt sie. Der Blutspender in der Güstrower Region sei im Durchschnitt 47 Jahre alt.

Dennoch sei weiterhin jeder Spender wichtig, unterstreicht Silke Hufen. Das DRK versuche mit Aufklärungsarbeit dem negativen Trend entgegenzuwirken. "Wir sprechen vor allem junge Leute an und bieten unter anderem Führungen für Schülergruppen durch das DRK-Institut für Transfusionsmedizin in Rostock an", sagt sie. Blutspenden seien außerordentlich wichtig, weil man Blut nicht künstlich herstellen können. "Deshalb benötigen wir die Solidarität aller gesunder Menschen", so Silke Hufen.

Gesucht werden Leute im Alter zwischen 18 und 68 Jahre, die bereit sind, jeweils einen halben Liter des wertvollen Lebenssaftes zu spenden. Jeden Tag würden in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 500 Blutpräparate gebraucht. Und Silke Hufen vom DRK-Blutspendedienst unterstreicht: "Blut, das hier gespendet wird, bleibt auch hier, wird also nur im Nordosten eingesetzt."

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