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Güstrower Anzeiger

22. November 2017 | 06:53 Uhr

Wildpark-MV Güstrow : Abtauchen in die Wildnis

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Marke von 145 000 Besuchern im Wildpark-MV.de in Sicht / Themenbereich „Wasser“ deutlich aufgewertet

svz.de von
erstellt am 27.Dez.2015 | 17:12 Uhr

Mit dem Thema „Wasser“ sieht Klaus Tuscher ein gewichtiges Standbein für den Wildpark-MV.de auf den Weg gebracht. Neben dem Schaubecken am Aquatunnel, das es schon lange gibt, entstand in diesem Jahr die gläserne Fischtreppe. Außerdem wurde der Bachlauf im Umweltbildungszentrum umgestaltet (offizielle Eröffnung im Januar). Bei der Wassermenge, darauf macht der Wildpark-Geschäftsführer aufmerksam, liege man damit über der des Müritzeums. Profilieren wolle man sich aber naturnaher. 30 Fischarten tummeln sich in den verschiedenen Becken. Dabei orientiert man sich am Bestand in der Nebel und der Warnow. Die Resonanz der Besucher sieht Tuscher als Bestätigung dafür, dass der Wildpark auf dem richtigen Weg ist. Mit sicher über 140 000 Besuchern beweise der Park Stabilität. Tuscher ist aber guter Dinge, dass dieses Jahr noch die Marke von 145 000 überschritten werden kann.

Das milde Wetter beschert mehr Besucher als sonst im Winter üblich. Dabei, so stellt Tuscher zufrieden fest, gelinge es nun schon seit geraumer Zeit auch in den eher besucherschwachen Monaten Dezember, Januar, Februar jeweils rund 5000 Gäste im Wildpark begrüßen zu können. Hochsaison ist in den Sommermonaten. Im nächsten Jahr erhofft man sich eine Steigerung auf 150 000 bis 160 000 Besucher. „Wir wollen uns als touristische Attraktion in MV weiter behaupten“, betont Tuscher. Dazu müsse und wolle man „tierische Besonderheiten, einmalige Erlebnisse und guten Service bieten“.

Rund 2,2 Millionen Euro waren in das Großprojekt „Gigantum – Mecklenburg-Vorpommern wird wilder und mobiler“ – Fertigstellung im Oktober – gesteckt worden. Das Gigantum umfasst viele Projekte: die gläserne Fischtreppe, die mit Panoramascheiben die Wanderung der Fische direkt vor Augen führt, eine Flugvoliere für Seeadler, ein Wolfskontaktzentrum, ein Wildreservat für Auerochsen und Wegebaumaßnahmen. Besonders mit dem Wegebau habe man den Besuchern einiges zugemutet, bemerkt Wildpark-Chef Tuscher. Die Hauptwege wurden zu kombinierten Rad- und Wanderwegen ausgebaut.


Büdnerei 2016 planen und 2017 bauen


Neues im Reich der Tiere macht Tuscher u.a. am Nachwuchs im Wolfsgehege, einem Damwild-Trio zur Blutauffrischung und mit dem jungen Ziegenbock namens Hugo im Streichelzoo fest. Hugo hat bereits im Dezember für reichlich Nachwuchs gesorgt.

Das nächste Jahr bezeichnet Tuscher als Planungsjahr. In den Wiesen des Parks soll eine Büdnerei entstehen. Das Vorhaben, das zeigen soll, wie ein mecklenburgischer Bauernhof mit den entsprechenden Haustieren funktionierte, wird über das EU-Leaderprogramm gefördert. „2016 werden wir planen, 2017 bauen“, kündigt Tuscher an. Im Park gebe es noch Vogelvolieren, die zwar den offiziellen Anforderungen entsprechen, nicht aber dem eigenen Anspruch. Die „Zeiten von Kies und Sitzstangen“ seien vorbei. So sollen Volieren ansprechender gestaltet und in den nächsten Jahren erweitert werden, berichtet Tuscher. Die Beschilderung im Park sei zum Teil zu erneuern. Außerhalb müssten Richtungsweiser auf den neuesten Stand gebracht werden, wurde in diesem Jahr doch aus dem Natur- und Umweltpark der Wildpark-MV.de mit dem Slogan „Ein tierisch wildes Abenteuer“. Das bringe die Entwicklung besser zum Ausdruck „Naturerlebnis, mehr Mobilität und Aktivität“, fasst Tuscher zusammen und verweist auf Erlebniswanderungen mit Kremser, Kanu oder Rad und abenteuerliche Erlebnisbereiche wie Raubtier-WG, Wiesen-Welten und Wald-Welten. „Unsere Gäste tauchen sozusagen in die Wildnis ein“, formuliert Tuscher. 

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