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Ehrensache : Abschied von langjährigem Trainer-Job

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Ehrensache“: Christoph da Cunha war Segeltrainer in Güstrow und segelt jetzt Richtung Potsdam

Am vergangenen Wochenende erhielt er einen Sonderpokal für seinen ehrenamtlichen Einsatz beim SV Einheit Güstrow. Über acht Jahre hatte Christoph da Cunha die Jugend in der Abteilung Segeln trainiert. Jetzt musste der 26-Jährige aus beruflichen Gründen diese Arbeit abgeben.

„Ich wäre gern hier geblieben“, sagt Christoph da Cunha. Doch hier hat es für den studierten Maschinenbauingenieur keinen Job gegeben, zumindest nicht in der Konstruktion von Leichtbauelementen – seinem Fachgebiet. In der Nähe von Potsdam hat er Arbeit gefunden und wird sich nun sein neues Heim aufbauen. Der Weg bis Güstrow ist dann doch zu weit, um weiterhin zwei Mal pro Woche zum Training zu kommen. „Vielleicht bin ich aber noch mal beim Sommerlager dabei“, sagt der 26-Jährige. Das hat er jedes Jahr für viele Kinder organisiert.

Geboren in Hamburg, wuchs Christoph da Cunha in Güstrow auf. Sportlich war er schon immer, spielte zuerst Hockey. „Durch meinen Bruder bin ich dann zum Segeln gekommen“, erzählt er. Bei einem Trainingslager im Sommer sei er dann auf den Geschmack gekommen, den Kindern die ersten Schritte im Segeln beizubringen. „Das macht einfach Spaß“, so seine Erklärung, warum es gerade Segeln sein sollte.

Selbst hatte er gar keine Zeit mehr an Regatta-Fahrten teilzunehmen. Denn meist kümmerte er sich um seine Zöglinge. Neben zwei Nachmittagen zum Training waren auch noch Wochenenden im Jahr durch Wettkämpfe der Kinder verplant. „Etwa 15 Regatten im Jahr waren das“, zählt der aktive Sportler auf. Ein zeitaufwändiges Hobby also. Doch das war es ihm Wert. Auch während seines Studiums in Rostock hatte Christoph da Cunha Zeit für die Kinder. Nun aber wird dies eben in dieser Weise nicht mehr möglich sein.

Ein Abschiedsgeschenk gab es am Wochenende von den Jugendlichen des Vereins. Sie hatten ein Segel der Bootsklasse Optimist abgebildet, alle unterschrieben und das Ganze in einen Bilderrahmen gesteckt. „Das ist eine schöne Idee von den Kindern“, sagt Christoph da Cunha. Und es wird ihn auch künftig an die vergangenen acht Jahre erinnern.

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