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Güstrows Sozialamtsleiterin scheidet aus : Abschied vom tollsten Rathaus-Job

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Amtsleiterin Gisela Karmann scheidet nach 31 Jahren im Güstrower Rathaus aus dem Arbeitsleben aus.

von
erstellt am 28.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Sie hatte den tollsten Job in der Rathaus-Welt, den interessantesten und spannendsten. Das jedenfalls behauptet Gisela Karmann, die Leiterin des Schulverwaltungs- und Sozialamtes der Barlachstadt Güstrow, von ihrer Arbeit. Wer wollte das besser wissen? Auf den Tag genau 31 Jahre wird Karmann in dieser Position gearbeitet haben, wenn am 31. Oktober ihr letzter offizieller Tag im technischen Rathaus kommt.

Bereits morgen endet für Gisela Karmann das Arbeitsleben. Die Amtsleiterin geht nach Resturlaub in den Ruhestand. Nachfolgerin wird Mandy Mater, die bisher in der Kämmerei tätig war. „Erst hatte ich auch reine Büroarbeit und nur mit Zahlen zu tun“, blickt die 65-Jährige zurück. Buchhalterin gelernt und im Kreisbetrieb für Landtechnik Rostock praktiziert, als EDV-Facharbeiterin weiterqualifiziert, fand die aus Toitendorf in der Gemeinde Sanitz stammende, schließlich studierte Ingenieur-Ökonomin 1981 den Weg nach Güstrow. Hier, im Landmaschinenbaubetrieb, gab es für sie und ihren Mann eine Wohnung.

Nach vier Jahren wurde das Angebot an sie herangetragen, die Stelle der Stadträtin für Gesundheits- und Sozialwesen im Rat der Stadt zu besetzen, wie die Verwaltung zu DDR-Zeiten hieß. „Die Zahlenarbeit habe ich unheimlich gern gemacht. Dann bekam ich ein völlig anderes Berufsfeld – und ich habe mich vom ersten Tag an wohlgefühlt“, sagt Gisela Karmann heute noch. Fortan bekleidete sie eine Position, die „so vielfältig war, dass sie mich erfüllte und die auch ich mit Leben erfüllen konnte“. Vor allem aber habe sie schnell erfahren: „Man kann ganz viel helfen.“ Gerade diesen Aspekt habe sie besonders schätzen gelernt. Schulen und Kindertagesstätten, Jugend und Senioren, Soziales und Wohngeld, Behindertenarbeit und die Verwaltung der Sportstätten – ein breites Feld haben die zuletzt 60 Mitarbeiter ihres Amtes tagtäglich zu beackern.

„Sie alle machen einen tollen Job“, weiß die Amtsleiterin dieses Feld weiter gut bestellt. Erst gestern habe sie „voller Freude und Optimismus“ die Präsentation der drei Schulsozialarbeiter und der sie unterstützenden Vereine erlebt… Bis zum letzten Tag habe sie Termine, Absprachen zu treffen und Gespräche zu führen. „Es ist doch schön, wenn Menschen zu Dir kommen und sagen: Bitte helfen sie mir mal. Das ist natürlich ein zeitintensiver Job, für den mir mein Mann immer den Rücken freigehalten hat.“

Wenn Gisela Karmann heute Mitarbeiter der Verwaltung zu einer kleinen Feier einlädt, dann „will ich mich ja nicht verabschieden“, sagt sie. Denn ihr Ruhestand, so glaubt sie, werde nur relativ sein. „Ich habe eine große Familie“, betont die zweifache Mutter mit fünf Enkeln vielsagend. Aber auch, dass sie gleich mehrere Projekte im sozialen Bereich bereits ins Auge gefasst habe, neben viel Urlaub…

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