Güstrow : Abschied mit Tränen von Tradition

Doris Janthurs Enkelin Bentje Lommack (r.) wirkte mit.
1 von 2
Doris Janthurs Enkelin Bentje Lommack (r.) wirkte mit.

1. Güstrower Rollsportverein lud zum letzten Mal zu Weihnachtsmärchen auf Rollen ein.

von
04. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Tränen flossen nicht nur bei Läufern und Trainern, sondern auch einige Zuschauer zückten die Taschentücher. Am Sonnabend und Sonntag war zum letzten Mal ein Weihnachtsschaulaufen mit Märchen des 1. Güstrower Rollsportvereins in der Sport- und Kongresshalle zu sehen. Gut 40 Läufer waren beteiligt. Weil sich keiner in der Lage sieht, den Verein weiter zu führen, nachdem die langjährige Vorsitzende, Doris Janthur, in diesem Jahr verstorben ist (SVZ berichtete), wird nun Schluss sein für den 1. GRV.

„Es war einmal vor langer, langer Zeit…“ – so begann auch das diesjährige Märchen, das wie immer etwas verändert von Erzählerin Benita Blankenburg vorgetragen wurde. Und doch war dieses Mal alles anders. Schon vor Beginn hatte Benita Blankenburg darauf hingewiesen, dass die Beteiligten das Märchen Doris Janthur widmen. „Es ist uns schwer gefallen, die passenden Kostüme und die richtige Musik auszuwählen“, gestand sie. Trotz der Wehmut, die in diesen Worten mitschwang – Doris Janthur scheint an vielen Ecken zu fehlen – waren die Organisatoren dankbar, dass zahlreiche ehemalige Läufer gekommen waren, um gemeinsam das Märchen auf Rollen und auf die Bühne zu bringen.

„Ich bin dankbar für die vielen gemeinsamen Jahre. Wir werden uns immer wieder Geschichten von Doris zu erzählen haben“, sagte Benita Blankenburg, und die Töchter der ehemaligen Vorsitzenden, Michaela Janthur und Dina Lommack, fügen ihren Dank an alle Sponsoren, Helfer und die Läufer hinzu. Dina Lommack: „Die Großen haben sich alle gemeldet, das war einfach toll.“
So wurde es auch in diesem Jahr der Höhepunkt der Mitglieder des 1. Güstrower Rollsportvereins. Doris Janthur hatte bereits einige Skizzen gezeichnet und die Hauptrolle vergeben. Das Märchen war zum Teil geschrieben, doch es war noch zu vollenden. Auch sonst war noch viel zu tun – aber alle Freunde, Mitglieder und Eltern haben mit angepackt und dazu beigetragen, dass es eine runde Sache wurde.

Den zahlreichen Zuschauern in der Halle bot sich wie jedes Jahr ein buntes Bild an Kostümen, Requisiten, zur Schau gestellt von großen und kleinen Läufern, die ihr Bestes geben. „Ja, ich bin gerne dabei und finde es schade, dass es das letzte Mal sein soll“, sagte Erika Homp aus Güstrow. Charlotte Raimund aus Charlottenthal pflichtete ihr bei: „Es hängt viel Herzblut dran und steckt viel Potential hier drin. Darum wäre es doch schön, wenn es weiter getragen würde.“ Denn der Rollsport habe in Güstrow doch eine solch lange Tradition.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen