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Güstrower Abiturientin studiert Theologie : Abi geschafft – und was dann?

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Güstrowerin Ronja Laddach will Theologie studieren.

Nachdem die letzten schriftlichen Abiturprüfungen geschrieben sind, stellt sich für viele Schüler der 12. Klassen die Frage, was sie nach dem Abitur machen. Studieren, eine Ausbildung absolvieren, ein freiwilliges Jahr machen, ins Ausland gehen…? Es stehen einem alle Türen offen, doch was fängt man mit dieser großen Auswahl an? Wenn dann jemand, der in einer Region lebt, in der die meisten Menschen nicht christlich sind, Theologie studieren will, ist das sicherlich interessant. Die 18-jährige Ronja Laddach vom Güstrower John-Brinckman-Gymnasium will genau das.

„Ich war mir nicht sicher, wie meine Zeit nach der Schule aussehen sollte. Ich wusste, dass mich Theologie interessiert, doch war ich mir unsicher, ob ich dies auch wirklich studieren will. Also fing ich an in verschieden evangelischen Gemeinden anzufragen, ob ich dort ein Praktikum machen darf“, erzählt Ronja. Erst einmal geboren, entwickelte sich die Idee schnell weiter und Ronja fand tatsächlich viele Gemeinden, die ihre Idee begrüßten. „Für mich geht es ab Oktober für je fünf Wochen in verschiedene Gemeinden in Deutschland. Anfangen werde ich in Münster, dann geht es nach Aidlingen, zurück nach Güstrow und dann nach Thalheim und Kiel“, erzählt Ronja über ihre Pläne. Noch sind ein paar kleine Lücken in ihrer Jahresplanung offen, jedoch ist Ronja zuversichtlich, dass sie diese noch schließt.

Ihre Aufgabe wird es in verschiedenen Gemeinden sein, den Pastoren über die Schulter zu schauen, an Aktionen und Gottesdiensten teilzunehmen. Im Gegenzug wird sie in den Gemeinden unterkommen und verpflegt. „In Aidlingen werde ich auch an Vorlesungen teilnehmen, denn dort gibt es ein Studium zur Gemeindepädagogik. Ansonsten werde ich den Schwestern dort helfen und möchte ganz viele Leute kennenlernen.“ Vor allem möchte Ronja sehen und verstehen, wie verschiedene Gemeinden ihren Glauben leben. „Ich könnte mir auch vorstellen in eine katholische Gemeinde reinzuschnuppern um die andere christliche Konfession kennenzulernen und zu verstehen. Was nicht heißt das ich meinen Glauben ändere“, erzählt Ronja.

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