Weltkindertag : Abgeben und Vorurteile abbauen

Gemeinsam mit Asylsuchenden und Berufsschülern bereiteten Heike Mittelstädt (2. v. l.) und Piet Zimmermann (3. v. l.) gestern auf dem Domplatz Suppe für Helfer und Gäste zu.
Gemeinsam mit Asylsuchenden und Berufsschülern bereiteten Heike Mittelstädt (2. v. l.) und Piet Zimmermann (3. v. l.) gestern auf dem Domplatz Suppe für Helfer und Gäste zu.

Güstrower Kinder feierten gestern den Weltkindertag auf dem Domplatz / Vorspiel zur Interkulturellen Woche im Landkreis

svz.de von
19. September 2015, 06:00 Uhr

Vertrauensübungen, Wissensvermittlung und Spaß – Das alles stand gestern auf dem Programm des Weltkindertages auf dem Güstrower Domplatz. Gemeinsam organisierten Erika Maurer von der Regionalstelle der evangelischen Arbeit für Kinder und Jugendliche Region Güstrow und die Einrichtungen Kita Regenbogen, die Freie Schule, Pfarr- und Domgemeinde, der Jugendklub Alte Molkerei, die Berufliche Schule und das Kunsthaus das Fest, das seit mehr als zehn Jahren Bestand hat. „Jedes Jahr sind über 500 Kinder auf dem Platz, wir brauchen gar keine Werbung mehr machen“, sagt Erika Maurer. Diesmal gab es allerlei Stände rund um das Motto „Lasst uns reden“, die größtenteils von angehenden Sozialassistenten der Beruflichen Schule gestaltet oder unterstützt wurden.

Die Berufsschüler entwickelten in einer Projektwoche Ideen und setzten diese dann spielerisch um. Passend zum Thema der Verständigung, konnten die Kinder etwas über Zeichen- und Geheimsprache lernen, sich durch Trommeln ausdrücken oder mit verbundenen Augen gegenseitiges Vertrauen auf der Slackline trainieren. Auch am Stand „Worte zum Vertragen und zum Gutes sagen“ von Christiane Hinrichs herrschte reger Durchlauf. Hier bastelten die Kinder „Hosentaschenkarten“ zur Konfliktlösung. „Die Vorschläge werden eifrig angenommen und auch eigene Ideen werden eingebracht“, sagt die Gemeindepädagogin der Pfarrgemeinde.

Auch die interkulturelle Verständigung wurde den Kindern näher gebracht: „Sie konnten zum Beispiel einen Fluchtkoffer mit Dingen packen, die sie auf einer Flucht mitnehmen würden. Das sollte sie anregen auch etwas an andere Menschen abzugeben und Vorurteile abzubauen.“, erklärt Erika Maurer. Jugendsozialarbeiter Piet Zimmermann bereitete gemeinsam mit Asylsuchenden einen großen Topf Suppe für Kinder und Helfer zu.

Die Finanzierung der Veranstaltung erfolgte im Rahmen der Interkulturellen Woche, die vom 27. September bis zum 3. Oktober im Landkreis stattfindet, um einen Beitrag zur Integration zu leisten. Wieder einmal ermöglichen Gemeinden, Vereine, Ehrenämtler usw. Veranstaltungen vom Kreativnachmittag bis zum Fußballturnier. Auftakt in Güstrow ist ein Gottesdienst am 27. September um 10 Uhr im Dom, in dem an Menschen in Krisengebieten und auf der Flucht gedacht wird.

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