Abfallsatzung

svz.de von
03. Dezember 2013, 11:33 Uhr

Grüne wollen bürgerfreundliche Abfallentsorgung für gesamten Landkreis

Auf dem Territorium des Landkreises Rostock existieren, bedingt durch die vorherige Kreisstruktur, unterschiedliche Entsorgungsmodelle für die graue Restmülltonne.
Künftig muss aber auch die Abfallentsorgung im Landkreis Rostock vereinheitlicht werden. Zur Vorbereitung der Ausschreibungsmodalitäten für die Abfallentsorger soll nun der Kreistag am 04. Dezember die neue Abfallentsorgungssatzung beschließen.
In beiden Altkreisen war ein Mindestabfallaufkommen von 10 l je Einwohner und Woche zugrunde gelegt worden. Bereits diese Menge wird bei umweltbewusstem Verhalten von vielen Bürgern nicht erreicht. Im Altkreis Güstrow konnte der Bürger sich für feste Entsorgungszyklen mit grundsätzlich zwei- oder vierwöchiger Entleerung der Tonne entscheiden. Zu diesen festgelegten Zeiten wird die Tonne also zur Entleerung bereit gestellt, egal wie voll sie ist. Zusätzliche kostenpflichtige Entsorgung ist außerdem möglich. Im Altkreis Bad Doberan dagegen sind in der Abfallgebühr 13 Pflichtentleerungen kalkuliert, die entsprechend dem amtlichen Tourenplan zu beliebigen Zeitpunkten in Anspruch genommen werden können. Die Anzahl der Entleerungen wird über ein Transpondersystem erfasst. Die Bürger können bei erhöhtem Restabfallaufkommen unkompliziert vom 4-wöchigen auf den 2-wöchigen Entsorgungszyklus umsteigen und bei geringerem Aufkommen wieder zurückwechseln. Nicht in Anspruch genommene Entleerungen dürfen ähnlich einem Guthaben gesammelt und bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt eingesetzt werden. Den Bürgern, denen die 13 Pflichtentleerungen nicht ausreichen, werden die darüber hinausgehenden Entleerungen als Zusatzentleerungen angerechnet.
Im vorliegenden Entwurf der neuen Satzung wird aber die Verfahrensweise im bisherigen Landkreis DBR nicht weiter verfolgt, sondern lediglich das starre Entsorgungssystem des Altkreises Güstrow beibehalten und auf den gesamten Landkreis Rostock ausgedehnt. Anreize für die in der Satzung geforderte Abfallvermeidung, die durch eine bedarfsgerechtere Entsorgung ermöglicht und damit auch honoriert wird, sind somit nicht hinreichend gegeben.
Das bisher im Altkreis Bad Doberan angewandte System wird jedoch nicht nur als umweltfreundlicher, sondern auch als flexibler und daher bürgerfreundlicher eingeschätzt.
Die Grünen haben daher zu der Kreistagssitzung am 04. Dezember einen Änderungsantrag eingereicht mit dem Ziel, das umwelt- und bürgerfreundlichere System des Altkreises Bad Doberan zu erhalten und für den gesamten Landkreis Rostock zu übernehmen.


Grünen-Kreistagsfraktion
Fraktionsvorsitzender
Rüdiger Zöllig

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen