Abenteuer : Abenteuer Waisenhaus in Ghana

Steven Reiß leistet momentan noch ein freiwilliges Jahr beim DRK in der Krankenbeförderung, bevor es für ihn ab September nach Ghana geht.
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Steven Reiß leistet momentan noch ein freiwilliges Jahr beim DRK in der Krankenbeförderung, bevor es für ihn ab September nach Ghana geht.

Güstrower Steven Reiß (18) will ab September freiwilliges Jahr in Westafrika leisten

svz.de von
10. Juli 2015, 06:00 Uhr

Auf ein Abenteuer besonderer Art will sich der Güstrower Steven Reiß einlassen: Er will ein Jahr lang nach Afrika. Doch nicht Urlaub und große Safarie sind sein Ziel, sondern er will helfen. Nachdem er beim Bundesfreiwilligendienst einen Vortrag über die internationalen Freiwilligendienste hörte, setzte er sich mit diesem Thema auseinander. Am Ende bewarb er sich und wurde beim Projekt „My Shepered Orphanage Home“ angenommen. Das ist ein Waisenhausprojekt in Westafrika - das einzige seiner Art in der Region. Das DRK und die Partnerorganisationen seines Freiwilligendienstes „weltwärts“ und „Agricultural and Rural Development Association“ (kurz: „ARA“) entsenden ihn nun für ein Jahr nach Ghana. In der Stadt Akwatia wird Steven ehrenamtlich arbeiten. Momentan leistet der 18-Jährige noch ein freiwilliges Jahr beim Deutschen Roten Kreuz in der Krankenbeförderung. Ab September geht es in die Kleinstadt Akwatia, die in der „Eastern Region“ liegt und rund 8000 Einwohner hat. Sie liegt etwa drei Stunden von der Hauptstadt Accra und vier Stunden vom Atlantik entfernt. In Akwatia gibt es seit fünf Jahren ein kleines Waisenhaus, das mittlerweile zwei Dutzend Kindern ein Zuhause bietet. Dort wird der Güstrower die Haushälterin und die Kinder beim Tagesablauf unterstützen. Das beinhaltet unter anderem, die Kinder auf die Schule vorzubereiten und sie auf dem Schulweg zu begleiten. Oder der Haushälterin beim Putzen und Kochen helfen. Nach der Schule wird er ihnen bei den Hausaufgaben helfen und sich um ihre Freizeitgestaltung am Nachmittag und in den Ferien kümmern.


Finanzierung teilweise selbst zu bestreiten


Als Motiv für sein Engagement führt Steven gleich mehrere an: „Ich bin sehr offen, tolerant und engagiert und finde, dass wir verpflichtet sind, Menschen, denen es schlechter geht als uns oder die einfach Hilfe benötigen zu unterstützen. Ich bin froh, dass mich das Deutsche Rote Kreuz angenommen hat und ich nach Ghana gehen darf. Außerdem ist Ghana ein englischsprachiges Land, wo ich meine Kenntnisse in Englisch verbessern werde. Ich bin sehr interessiert an der dortigen Kultur und freue mich drauf, diese kennenzulernen.“ Kleiner Haken: Da dieses Projekt nur zu 75 Prozent vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert wird, muss er selbst den Rest aufbringen. Pro Monat benötigt er dazu 200 Euro, die er durch Spenden zusammenbekommen will. „Dafür verspreche ich mir Erfahrungen, die ich mein Lebtag nicht vergessen werde.“

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