Bilse-Institut Güstrow : Ab in die Zukunft: auf Kurs für MV!

Tüfteln an neuen Ideen: Projektmanagerin Sophie Gäde (l.) und die Schüler der 9. und 10. Klassen des Güstrower Brinckmangymnasiums
Tüfteln an neuen Ideen: Projektmanagerin Sophie Gäde (l.) und die Schüler der 9. und 10. Klassen des Güstrower Brinckmangymnasiums

„Innovationsnetz“ in Güstrow will Schüler auf Studium vorbereiten und kluge Köpfe im Land halten.

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23. Februar 2018, 05:00 Uhr

Eine Tourismus-App für Güstrow, Elektromobilität auf dem Lande oder Maßnahmen gegen multiresistente Keime in Krankenhäusern – die Schüler der 9. und 10. Klassen des Güstrower John-Brinckman-Gymnasiums haben sich einiges vorgenommen. Im Projekt „Innovationsnetz – Schüler auf Kurs für MV“ des Güstrower Bilse-Instituts lernen sie, wissenschaftlich zu arbeiten und sich einem Thema voll und ganz zu widmen. „Wir sind bemüht, mit diesem Projekt Schüler für wissenschaftliche Karrieren im Land zu begeistern und auf ein Studium vorzubereiten“, sagt Projektmanagerin Sophie Gäde. „Wir wollen so die klugen Köpfe in MV halten und der Abwanderung entgegenwirken.“

Knapp 30 Schüler aus dem Güstrower Gymnasium und dem Bützower Geschwister-Scholl-Gymnasium nehmen aktuell an dem Projekt im Landkreis Rostock teil. Einmal die Woche treffen sich die Güstrower im Rahmen ihres Wahlpflichtunterrichts im Güstrower Bilse-Institut. Dann wird getüftelt – unter Aufsicht von Sophie Gäde. Die 28-Jährige leitet die Jugendlichen an, gibt Tipps. „Zudem vermittele ich den Schülern Ansprechpartner für ihre Projekte, zeige ihnen, wie man wissenschaftlich an ein Thema rangeht. Wichtig ist, das diese Projekte immer einen regionalen Bezug haben“, sagt sie.

Eines der wichtigsten pädagogischen Mittel dabei ist die Teilnahme an Wettbewerben, wie beispielsweise „Jugend forscht“. „Das stärkt das Selbstwertgefühl ungemein und fördert die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen“, ist Sophie Gäde überzeugt. „Ebenfalls lernen sie durch diese Arbeit, sich langfristig mit einem Thema zu befassen.“ Sie hofft, noch mehr Schüler im Landkreis für das „Innovationsnetz“ begeistern zu können. Dazu müsse das Projekt noch bekannter werden. Auch die Schulen sollten hier noch mehr tun, sagt sie. „Besonders ,Jugend forscht’ ist eine gute Vorbereitung auf ein Hochschulstudium und das wissenschaftliche Arbeiten. Wir arbeiten bereits daran, zusammen mit Schulen diesbezüglich Verbesserungsmöglichkeiten zu finden“, sagt Sophie Gäde. Mit ihren beiden Kollegen, die das „Innovationsnetz im Landkreis und der Hansestadt Rostock betreuen, hat sie deshalb den Arbeitskreis „Forschendes Lernen“ ins Leben gerufen.

Und auch von den Schülern wünscht sich Sophie Gäde noch mehr Initiative: „Es gibt genug kluge Köpfe in MV, sie müssen sich nur trauen und mutig und offen sein.“

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