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Erneut Tornado? : A19 nach Sturmschäden voll gesperrt

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erstellt am 12.Mai.2015 | 18:53 Uhr

Eine mögliche Windhose oder Downburst hat am Dienstagnachmittag Bäume auf mehreren hundert Metern entlang der Autobahn 19 wie Streichhölzer umknicken lassen. Die Autobahn musste voll gesperrt werden, glücklicherweise gab es keine Verletzten. Offensichtliches großes Glück hatten die Menschen am Nachmittag bei Krakow am See. Nach mehreren Meldungen ist möglicherweise eine Windhose entlang der nahen A19 gezogen und hat auf ihrem Weg eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Auf einer Länge von mehreren hundert Metern steht kaum noch ein Baum, die Autobahn war von abgeknickten Stämmen übersäht. Die Polizei ließ die A19 in beide Richtungen komplett für den Verkehr sperren. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Der Sturm hat dabei förmlich eine Schneise erzeugt, in der kein Baum mehr steht. Ob es sich dabei um einen Tornado gehandelt hat, wie mehrere Augenzeugen insbesondere in sozialen Netzwerken berichten, oder um einen Downburst, bei dem Wind genau gegenteilig zu einer Windhose mit hohem Tempo von oben herab auf den Boden trifft und schwere Schäden erzeugen kann, ist zur Stunde noch nicht geklärt. Die Feuerwehr spricht vor Ort von einem sehr schadensträchtigen Ereignis.

Auch bei Lohmen (Landkreis Rostock), Woggersin nahe Neubrandenburg und bei Friedland stürzten mehrere Bäume auf Straßen und mussten weggeräumt werden. Allerdings verhinderte das Unwetter die geplante Wettfahrt von Paddlern gegen ein 125 PS starkes Fahrgastschiff in Neubrandenburg. Man habe das Rennen auf dem Tollensesee aus Sicherheitsgründen abgesagt, sagte eine Sprecherin der Stadtwerke Neubrandenburg. Sechs Männer wollten in einem leichten Outrigger-Boot auf 200 Metern auf dem See schneller sein als das 14 Tonnen schwere Fahrgastschiff „Rethra“.

Auch in Waren brachte das Unwetter Unruhe in den Aufbauplan der Müritz-Sail, die am Donnerstag beginnen soll. Die geplante Überführung eines neuen Hausbootes der Kuhnle-Werft von Rechlin über rund 30 Kilometer über die Müritz nach Waren, wo es bei der Müritz-Sail getauft werden soll, wurde wegen des Gewitters auf Mittwoch verschoben. „Hoffentlich gibt es dann nicht wieder Sturm“, sagte ein Sprecher der Müritz-Sail.

Der Meteorologe Uwe Ulbrich vom Wetterdienst Meteomedia sagte, es sei nicht ausgeschlossen, dass es in dem Unwetter auch zu kleineren Tornados gekommen sei. Allerdings würden bei Gewittern extreme Sturmböen entstehen. Er schätzte sie auf Windstärke neun, das wären 75 bis 88 Stundenkilometer. Vor gut einer Woche hatte ein Tornado in Bützow einen Millionenschaden angerichtet.

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