Urteil im „Elisa“-Prozess : Leser empfinden Strafe zu gering

Rechtsanwältin Berit Ambrosius (l.) vertritt die Nebenklägerin Hannelore H (r.) und ihre gesetzliche Vertreterin und Tochter Petra H.

Rechtsanwältin Berit Ambrosius (l.) vertritt die Nebenklägerin Hannelore H (r.) und ihre gesetzliche Vertreterin und Tochter Petra H.

Zwei Jahre und vier Monate soll die 33-Jährige wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen, Freiheitsberaubung und Betrug hinter Gittern.

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29. August 2019, 20:00 Uhr

Am Mittwoch ging der Prozess um Ani S., die ehemalige Betreiberin des „Elisa“-Pflegedienstes, nach elf Verhandlungstagen zu Ende. Zwei Jahre und vier Monate soll die 33-Jährige wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen, Freiheitsberaubung und Betrug hinter Gittern. Während Ani S. nicht fassen konnte, dass sie nicht, wie von ihrem Anwalt gefordert, nur eine Geldstrafe zu bezahlen hatte, ist die Internet-Gemeinde unzufrieden mit dem Urteil.

Die Strafe sei zu wenig

SVZ-Leserin Angelika Scholz fasst zusammen: „Und wieder einmal ein viel zu lasches Urteil“. Die Strafe sei zu wenig, findet auch Sabrina Dallmann und ergänzt: „Wenn man bedenkt wie die hilfebedürftigen alten Menschen leiden mussten.“ Neben der Haftstrafe sprach Richter Björn Kröhnert auch ein fünfjähriges Berufsverbot aus.

Das ist für Susanne Hullmann nicht ausreichend. „Das Arbeitsverbot hätte lebenslang gelten müssen, denn Reue oder Einsicht zeigt sie nicht“, konstatiert sie. „Absolut lachhaft“, sagt auch Carolin Mader und fügt hinzu: „wenn man das Leid betrachtet, was sie diesen armen Menschen gebracht hat.“ Jana Tessenow hofft indes auf ein weiteres, von der Staatsanwaltschaft angekündigtes, Verfahren wegen Betrugs gegenüber den Krankenkassen. „Mal schauen was noch drauf kommt. Jetzt wird sie sicherlich noch in Revision gehen, aber da wird sie nicht mehr mit durch kommen“, prophezeit sie. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Berichte zum „Elisa"-Prozess im Überblick:

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