Sanierung : Güstrower Schloss vor Schließung kostenfrei geöffnet

Unter strengstem Verschluss wird im Dachbereich des Schlosses an der Dekontaminierung von Hölzern gearbeitet.
Unter strengstem Verschluss wird im Dachbereich des Schlosses an der Dekontaminierung von Hölzern gearbeitet.

Im laufenden Betrieb kann die umfassende Sanierung des Güstrower Schlosses nicht realisiert werden. Deshalb öffnet der bedeutende Renaissance-Bau zum Jahresende ein letztes Mal seine Tore.

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25. Dezember 2019, 12:30 Uhr

Bevor im neuen Jahr der Museumsbetrieb für lange Zeit wegen Sanierungen eingestellt wird, ist das Güstrower Schloss zum Jahresende noch einmal kostenfrei für Besucher offen. Am Sonntag und Dienstag öffne das Schloss die Tore, „damit alle Interessierten die Gelegenheit haben, noch einmal die museale Präsentation zu sehen“, erklärte Pirko Kristin Zinnow, die Direktorin der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen MV. Dazu gebe es stündlich kostenfreie Abschiedsführungen.

Weiterlesen: Schloss schließt – nicht ganz

Die seit einigen Monaten dauernde Sanierung habe nun Auswirkungen auf den Museusmbetrieb: Um zügig bauen zu können, würden die meisten Säle geräumt, sagte Zinnow. Dennoch sei das Schloss nicht vollständig geschlossen. Vom Frühjahr an würden in der Großen Hofstube Fotografien gezeigt.

Der Festsaal steht den Angaben zufolge in den nächsten Jahren nicht mehr zur Verfügung. Der Blüthner-Flügel werde ins Erdgeschoss umziehen, so dass weiter Kammerkonzerte stattfinden könnten. Filmvorführungen und Vorträge sollen fortgesetzt werden.

Baumaßnahmen am Schloss im September begonnen

Bis 2023 sollen in verschiedenen Abschnitten vor allem Dach und Fassaden sowie das Wirtschaftsgebäude saniert werden. Während der Bauzeit würden die Gerüstplanen mit einer fotografischen Darstellung der Schlossfassade bedruckt, hieß es. Finanzminister Reinhard Meyer (SPD) war vor Beginn der Sanierungsarbeiten von Kosten in Höhe von rund 28 Millionen Euro ausgegangen.

Das Schloss Güstrow aus dem 16. Jahrhundert gilt als eine der bedeutendsten Renaissance-Bauten Norddeutschlands. Die jüngste große Sanierung liegt Jahrzehnte zurück. „Das Dach ist undicht, es gibt Abplatzungen an der Fassade, die Fenster sind zum Teil zerstört, die Elektroanlagen veraltet“, gab Meyer jüngst einen Einblick in die Mängelliste. Die ehemalige Burganlage soll auch barrierefrei werden.

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