Diskussion in den Ausschüssen : Kommt die Klarschiff-MV-App auch für Güstrow?

von 01. Dezember 2021, 16:42 Uhr

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So sieht das Nutzerfeld des Klarschiff-MV-Meldeportals aus. Könnte es bald auch in Güstrow Anwendung finden?
So sieht das Nutzerfeld des Klarschiff-MV-Meldeportals aus. Könnte es bald auch in Güstrow Anwendung finden?

Das Meldeportal soll eingerichtet werden, obwohl bereits ein Bürgerecho im Internet verfügbar ist. Die Ausschüsse der Barlachstadt zeigen sich unentschlossen, ein Formfehler im Antrag bereitet Probleme.

Güstrow | Wer in Güstrow und Umgebung ein Problem entdeckt, sei es ein umgefallener Baum, Müll, wo er nicht hingehört, oder sonstige Schäden, kann diese im Bürgerecho auf der Website der Stadt Güstrow melden. So weit, so gut. Auch interessant: „Klarschiff“ Schwerin: Bürger können Vandalismus online melden Doch für die SPD in Güstrow ist diese Internetseite noch nicht genug ausgereift. Die Möglichkeiten seien eingeschränkt, heißt es in einem Antrag, der in der vergangenen Sitzung im Hauptausschuss diskutiert wurde. Im selben Antrag wird gefordert, stattdessen eine neue Melde-App in der Barlachstadt einzuführen. Melde-App soll Zusammenarbeit mit Bürgern stärken „Zur Verbesserung dieser möglichen Zusammenarbeit mit den Bürgern Güstrows sollte der Mängel- und Ideenmelder Klarschiff–MV für die zukünftige Arbeit und deren Digitalisierung zum Einsatz kommen“, formulierte Antragsteller Hans-Georg Kleinschmidt (SPD). Kleinschmidt bezog sich in seiner Erklärung vor allem auch auf die Erfahrungen der Stadt Krakow am See, dort ist die App im Juli dieses Jahres eingeführt worden. „Das Portal wurde sehr gut angenommen, die Bürger nutzen es regelmäßig“, berichtet Bürgermeister Jörg Oppitz (parteilos) ein halbes Jahr nach dem Start. Hintergrund Eine solche Melde-App sei für die Stadt sehr wichtig, erklärt die Güstrower SPD-Fraktion. „Der öffentliche Raum unserer Stadt vermittelte in der Vergangenheit Touristen und Besuchern einen unangemessenen Zustand“, heißt es. So fördere ein solches Meldeportal auch die Attraktivität der Stadt bei Bewohnern und Touristen. Dass es mit dem Bürgerecho jedoch bereits ein solches Meldeportal gibt, bemerkten auch die Ausschussmitglieder. „Wir benötigen keine weiteren Vorschläge, ein zweites Portal braucht es nicht“, kritisiert Heiko Karmoll (CDU). Antrag enthält Formfehler, Ausschüsse lehnen ab Ausschussmitglied Jens-Hagen Schwadt (Linke) unterstützte das Vorhaben. „Das Meldeportal ist landesweit nutzbar und würde Güstrow mit der gesamten Region verbinden. Außerdem funktioniert das Portal gut, das System gibt eine schnelle Rückmeldung.“ Aus dem Hauptausschuss: Lektüre zum Leihen für alle: Pläne für „Güstrows offene Bücherschränke“ nehmen Form an Ein kritischer Formfehler steht dem Projekt letztendlich im Weg. Der Antrag enthält lediglich die Angabe, dass für die Stadt finanzielle Auswirkungen mit der Einführung der App verbunden sind, jedoch nicht die genaue Summe. „Alle möglichen Wünsche an den Haushalt mussten bis 31. Mai eingereicht werden, das ist zu spät. Es wird nicht ersichtlich, welche jährlichen Kosten uns erwarten“, mahnt Bürgermeister Arne Schuld (parteilos) an. Während im Ausschuss für Stadtentwicklung eine positive Empfehlung verabredet wurde, lehnte der Finanzausschuss den Antrag ab. Auch der Hauptausschuss entschied sich mit sechs Gegenstimmen mehrheitlich gegen die Einführung. Das letzte Wort liegt dazu jedoch bei den Stadtvertretern, die am 8. Dezember tagen. ...

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