Görslow : Bauern im Visier der Staatssicherheit

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02. April 2019, 05:00 Uhr

Als „Schild und Schwert“ unterstützte die Staatssicherheit die DDR-Führung beim Aufbau und bei der Kontrolle der sozialistischen Landwirtschaft. Schwerin als einer der führenden Agrar-Bezirke sei laut Aussagen der Behörden-Mitarbeiter davon besonders betroffen gewesen. Die hiesige Bezirksverwaltung der Stasi habe viel Energie darauf verwendet, um die als „unzuverlässig“ geltenden Bauern zu überwachen und gefügig zu machen. Nicht selten führten die Ermittlungen zu Verurteilungen, die zum Teil Existenz bedrohende Folgen hatten.

Einen Einblick bekommen Interessierte am 13. April. Anlässlich des Pflügerwettbewerbs Westmecklenburgs, der an diesem Tag in Görslow stattfindet, wird auch die Außenstelle Schwerin der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen Am Resthof in Görslow die Türen in der Zeit von 9 bis 17 Uhr für Besucher öffnen. Zwischen 9 und 16 Uhr wird es stündliche Archivführungen mit dem Schwerpunkt auf Stasi-Unterlagen aus dem Bereich Landwirtschaft geben. Außerdem gewährt eine Ausstellung anhand von Dokumenten Einblicke in die regionalen Ereignissen in der Landwirtschaft. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, in der Außenstelle einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen. Dafür ist ein gültiges Personaldokument erforderlich, wie beispielsweise der Ausweis oder Reisepass.

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