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AWG-Jubiläum : „60 Jahre jung“ – und immer noch da

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

AWG Güstrow-Parchim und Umgebung präsentierte gestern Buch zu ihrem 60-jährigen Bestehen.

„Ich bin immer noch da“, sang Dagmar Frederic gestern im „Treff.Sonne“ im Güstrower AWG-Sonnenhof bei der Präsentation des Buches „60 Jahre jung – ein Zuhause für alle Generationen“. Die „Caterina Valente des Ostens“ meinte, dass das für den Anlass treffend sei. Denn das Buch resümiert die 60-jährige Geschichte der Allgemeinen Wohnungsbaugenossenschaft Güstrow-Parchim und Umgebung – und sie ist wie die Frederic immer noch da. In dieser Zeit waren die 34 Jahre sozialistische Planwirtschaft „nicht ohne“, wie es Vorstand Norbert Karsten formulierte, und die 26 Jahre soziale Marktwirtschaft „hatten es in sich“.

Unter diesen Aspekten entstand das Buch mit dem Ziel, vor allem Mitglieder zu Wort kommen zu lassen. „Mit ihren Erfahrungen, Ideen und Visionen dokumentieren sie diese sechs Jahrzehnte AWG für uns und unsere Kinder“, strich Karsten heraus. Die Redaktionsleitung hatte Ralf-Jürgen Girbig, der damit sein drittes AWG-Buch vorlegt. Er war gestern nicht da, weil er krank ist. Ihm standen als „gute Seelen“, wie es Norbert Karsten betonte, seine Frau, Inge Girbig, und von der AWG Brigitte Kornmesser und Heiko Jörn zur Seite. Das Buch erschien im Laumann-Verlag in 3500 Exemplaren. Alle Mitglieder und Geschäftspartner erhalten eins. Es ist auch im Buchhandel zu haben. Verlagsleiterin Christiane Kleine kündigte an, es auf der Frankfurter Buchmesse vorzustellen.

Auf 190 Seiten sind die Erlebnisse der Mitglieder nachzulesen. Waldemar Hanke aus Güstrow, seit 55 Jahren in der Genossenschaft, schrieb auf, wie schwierig es damals war, zu einer Wohnung zu kommen. Karl Rumohr aus Parchim erinnerte sich an die Zeit als er 1987 als Geschäftsführer Verantwortung übernahm. Gerhard Tute aus Krakow am See dichtete zum Jubiläum. Am Ende seiner Reime heißt es: „Nicht allein ums Wohnen nur geht es in der Genossenschaft, nein, sie bietet Vieles, auch Kultur: weil diese Kraft auch Freude schafft…“

Ähnliche Worte für die Bedeutung der AWG fand Lutz Freitag, von 2001 bis 2011 Präsident des Gesamtdeutschen Wohnungsverbandes, und Laudator für das Buch. Er lobte die „soziale Kultur“ in der AWG, die so ihr Profil entwickele – für die Genossenschaft, für das Mitglied und für die Kommune. „In dieser Anthologie schildert jeder seine Sicht. Dadurch wird der Geist der Genossenschaft praxisbezogen deutlich“, hob er hervor.

Güstrows Bürgermeister Arne Schuldt lobte das Verfolgen gemeinsamer Ziele auf Augenhöhe. Dabei ging sein Blick aus dem Fenster zum Klosterhof – die AWG-Geschichte geht weiter.

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