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„Der Goldene Spatz“ : 40 Filme in fünf Tagen gesehen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Vanessa Brunk aus Krakow am See saß in der Jury des Festivals „Der Goldene Spatz“ / Einmaliges Erlebnis für Zwölfjährige

„Wie war’s“, wird Vanessa Brunk in diesen Tagen oft von Lehrern, Mitschülern und Freunden gefragt. Die Zwölfjährige saß in der vergangenen Woche als einzige Vertreterin aus Mecklenburg-Vorpommern in der Jury des renommierten Deutschen Kinder-Medienfestivals „Goldener Spatz“, dessen 22. Auflage in diesem Jahr in Gera und Erfurt anstand (SVZ berichtete). Vanessa hatte sich wie 615 Mädchen und Jungen aus Deutschland, Südtirol, der Schweiz, dem Fürstentum Liechtenstein, Österreich und der Deutschsprachigen Gemeinschaft für einen der 23 Jurorenplätze beworben und war ausgewählt worden.


Schwächen und Stärken diskutiert


„Nach dem ersten Tag waren wir aber nur noch 22 Kinder, weil ein Junge starkes Heimweh hatte und unbedingt nach Hause wollte“, sagt Vanessa. Ihr, fügt sie an, konnte das nicht passieren. Das Festival war dafür viel zu aufregend. „Von Sonnabend bis Mittwoch Mittag habe ich an die 40 Filme in den Kategorien Kino-, Animations-, Dokumentar- oder Kurzfilme gesehen und bewertet“, berichtet sie. Die Tage begannen um 7.15 Uhr mit dem Wecken. Ab 9 Uhr bis gegen 18 Uhr liefen die Wettbewerbsbeiträge. Den halben Mittwoch und den ganzen Donnerstag diskutierten die Jurymitglieder über die Filme, sprachen Schwächen und Stärken an und vergaben Punkte. Oft deckte sich Vanessas Meinung mit der der Mehrheit. „Den Kurzspielfilm ‚Tschüss Papa’ habe ich für den ‚Goldenen Spatzen’ vorgeschlagen und er bekam ihn auch. Mit zwei anderen Jurymitgliedern habe ich dazu die Begründung geschrieben“, sagt die Sechstklässlerin.

Richtig aufregend war der Freitag, der Tag der Preisverleihung. „Da gab es früh die Generalprobe, danach die Pressekonferenz, danach die Festveranstaltung mit der Verleihung der ‚Goldenen Spatzen’ und am Ende die After-Show-Party“, erinnert sich Vanessa. Und da bestand die Möglichkeit, mit Schauspielern, Regisseuren und Produzenten ins Gespräch zu kommen. Die Krakowerin unterhielt sich eine ganze Weile mit Ruby O. Fee, die in dem ebenfalls ausgezeichneten Film „Die schwarzen Brüder“ die Rolle der Angeletta verkörpert. Mit einigen Schauspielern aus der Serie „Schloss Einstein“, einer Art Seifenoper für Kinder und Jugendliche, tauschte Vanessa Telefonnummern aus. „Vielleicht kann ich mal bei einem Dreh dabei sein oder sogar mitspielen“, hofft sie.

Die Woche in Gera und Erfurt, den beiden Festivalorten, wird der Schülerin noch lange im Gedächtnis bleiben. „Es war anstrengend, aber auch ganz toll“, schätzt sie ein. Sogar ein bisschen Freizeit habe sie gehabt. „Da waren wir Schwimmen, aber ins Kino wollte keiner“, schmunzelt Vanessa.




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