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„Villa Kunterbündnis“ Güstrow : 40 000 Euro Schaden durch „Menschenhasser“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

„Villa Kunterbündnis“ in Güstrow wiederholten Angriffen ausgesetzt / Benefizveranstaltungen für Verein geplant

Schon mehrmals wurde der Briefkasten in die Luft gesprengt, bei Einbrüchen wurden Mobiliar und wichtige Unterlagen zerstört, drei Fälle von Hausfriedensbruch wurden registriert: Bei Angriffen auf den sozio-kulturellen Güstrower Verein „Villa Kunterbündnis“ am Pferdemarkt sei mittlerweile eine Schadenssumme von rund 40 000 Euro zusammengekommen, informiert Leiterin Karen Larisch, zugleich Stadtvertreterin der Linken in Güstrow. „Das kann der Verein allein nicht mehr tragen“, sagt sie und kündigt gleichzeitig Benefizveranstaltungen zu Gunsten der „Villa Kunterbündnis“ im September und Oktober an.

Larisch sieht sich aufgrund ihres Engagements in der Barlachstadt seit längerer Zeit Angriffen von Rechtsextremisten ausgesetzt (SVZ berichtete). Sie selbst spricht in diesem Zusammenhang nur von „Menschenhassern“. Die Angriffe richten sich sowohl gegen ihre eigene Person, als auch gegen die Arbeit in der „Villa“. Hier kümmert sich ein Team von Engagierten um Alleinerziehende und ALG II-Empfänger, bietet Kinder-Randzeitenbetreuung an und setzt sich vor allem für Asylbewerber ein. „Das ist eine gesteuerte Kampagne“, behauptet Larisch. „Wenn sie die ,Villa’ angreifen, wissen sie, dass sie mich treffen können. Denn diese Arbeit hier ist mein Leben“, sagt die Güstrowerin.

Jetzt hofft sie, durch Benefizveranstaltungen Spenden für die „Villa“ einzuwerben, um die Schäden wieder einigermaßen wett zu machen. Geplant sind im September und Oktober u.a. Konzerte mit Güstrower Bands und Künstlern sowie diverse Flohmärkte mit Handarbeiten, die in der „Villa“ hergestellt wurden.

Eine Geldspende über 650 Euro gab es jetzt bereits von Gunther Mittelsdorf von der Güstrower Borwin-Apotheke am Pferdemarkt. Er hatte in seiner Apotheke für die „Villa“ gesammelt. „So weiß ich, dass das Geld in Güstrow bleibt“, sagt er. Die Spenden kamen von Kunden sowie von Mitarbeitern der Apotheke.

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