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Wohnen in der Altstadt : 32 Pfähle tragen „Gleviner Ecke“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

WGG startet Bebauung mit umfangreicher Pfahlgründung / Sieben Wohnungen und ein Ladengeschäft im Juli 2016 bezugsfertig

von
erstellt am 29.Mai.2015 | 04:00 Uhr

Von Neugierde getrieben blieb Hans Bachmeyer gestern an der Ecken Gleviner Straße/Lange Straße stehen. „Das sieht ja alles mächtig gewaltig aus“, meinte der Güstrower und ließ sich von Jürgen Schmidt erklären, dass für die Neubauten an der Stelle eine Pfahlgründung notwendig ist. An der „Gleviner Ecke“, wie der Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Güstrow (WGG) das Projekt betitelt, hat der Bau von zunächst zwei Häusern mit sieben Wohnungen und ein Ladengeschäft begonnen. In einem zweiten Bauabschnitt folgen im nächsten Jahr weitere Wohnhäuser, die die Lücke in der Gleviner Straße schließen.

Zunächst aber sind Pfahlgründungen notwendig. An den vergangenen zwei Tagen wurden 32 Pfähle in den Boden getrieben. „Erschütterungsfrei und sieben Meter tief“, informiert Michael Stein, Niederlassungsleiter der König GmbH in Werder. Erst ab einer Tiefe von 3,50 Metern sei der Boden tragfähig. Darüber befänden sich Auffüllungen und Torf. „Jeder Pfahl wiegt etwa drei Tonnen“, fügt Stein hinzu. Was gewaltig aussieht, ist schnell erledigt, Routine für die Männer aus Werder.

Eine Leinwand zeigt seit ein paar Tagen, wie sich das Bild an der Ecke Gleviner Straße/Lange Straße – einer der Hauptzugänge zur Innenstadt mit der Heilig-Geist-Kapelle in unmittelbarer Nachbarschaft – verändern wird. „Es gilt alt und neu, historisch und modern harmonisch zu vereinen“, betont WGG-Geschäftsführer Schmidt und denkt, dass man eine Lösung gefunden habe, mit der man dem exponierten Standort gerecht wird und gleichzeitig zeitgemäßes, attraktives Wohnen anbieten könne. Zwei- und Dreiraumwohnungen entstehen auf einer Gesamtfläche von knapp 500 Quadratmetern, hinzu kommt an der Ecke ein kleines Geschäft mit 55 Quadratmetern.

Bis zum Jahresende soll der Rohbau errichtet sein, so dass dann der Innenausbau folgen kann. Anfang Juli 2016 sollten die ersten Mieter einziehen können, steckt Schmidt den Zeitplan ab. Die WGG investiert mehr als 1,2 Millionen Euro in den Neubau. Übrigens können Neugierige den gesamten Bauverlauf beobachten. Am gegenüberliegenden Haus ist eine Kamera installiert. Das aktuellste Bild ist stets auf der Internetseite der WGG (www.wgg-guestrow.de) zu sehen. „Später wollen wir mit den aufgezeichneten Bildern einen Zeitrafferfilm erstellen“, kündigt der WGG-Geschäftsführer an.

In unmittelbarer Nähe an der Gleviner Straße soll es in genau einem Jahr mit einem 2. Bauabschnitt weitergehen, berichtet Schmidt. Um das Projekt an der Stelle abrunden zu können, habe die WGG, die hier eine langjährige Lücke bebauen wird, auch noch das Nachbarhaus Nr. 13 (ehemalige Reinigung) erworben. Im zweiten Abschnitt sollen noch einmal zehn Wohnungen entstehen. 

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