Rotary Güstrow : 300 000 Euro für den guten Zweck

Auf den 17. Mai 1993 ist die Gründung des Güstrower Rotary-Clubs datiert. Die offizielle Urkunde zeigen hier Präsident Olav Paarmann, Sekretär Klaus Axtmann, Gründungsmitglied Ingbert Gans, Pastpräsident Heinz-Joachim Lübke, Ralf Neuß, Präsident elect, sowie Clubmeister Erich-Alexander Hinz (v.l.).
Auf den 17. Mai 1993 ist die Gründung des Güstrower Rotary-Clubs datiert. Die offizielle Urkunde zeigen hier Präsident Olav Paarmann, Sekretär Klaus Axtmann, Gründungsmitglied Ingbert Gans, Pastpräsident Heinz-Joachim Lübke, Ralf Neuß, Präsident elect, sowie Clubmeister Erich-Alexander Hinz (v.l.).

Seit 1993 engagiert sich der Güstrower Rotary Club für gemeinnützige Projekte in der Region und weltweit - Heute Festakt im Dom.

von
17. Mai 2018, 05:00 Uhr

Neue Instrumente für die Kreismusikschule, Geld für das Hospiz, ein neues Boot für den Kanusportverein, Unterstützung für die Zirkusschule Reinshagen oder wie zuletzt eine Spende für den vom Wintereinbruch über Ostern gebeutelten Güstrower Wildpark: Die Liste der Vereine und Institutionen, die der Güstrower Rotary Club (RC) in den vergangenen 25 Jahren unterstützt hat, ist lang. „Etwa 300 000 Euro sind seit der Gründung 1993 zusammen gekommen“, hat Präsident Olav Paarmann grob überschlagen. Die Gründung des RC Güstrow vor genau 25 Jahren feiert der Verein heute mit einer Andacht im Dom und einem Empfang im Kurhaus am Inselsee.

Mit dabei sein werden neben aktuellen Rotariern, Wegbegleitern und langjährigen Unterstützern auch Mitglieder der ersten Stunde. Darunter Ingbert Gans, der sich genau an die Anfänge erinnert: „Da Rotary eine internationale Vereinigung ist, war die Gründung gar nicht so ganz einfach“, sagt Gans. 1992 wurde Gerd Reimers, der nach der Wende einen Teil der PGH Kraftfahrzeuge kaufte und eine VW-Vertretung in Güstrow einrichtete, zum offiziellen Gründungsbeauftragten ernannt. „In Dompastor Christoph Helwig sowie dem damaligen Kreistagspräsidenten Christian Gienapp fand er schließlich wertvolle Unterstützer“, so Gans. So folgten acht Gäste – darunter auch Ingbert Gans – der Einladung zum ersten Treffen im August 1992. Nachdem mit dem Jahreswechsel mit nunmehr 15 Mitstreitern auch die letzte Gründungshürde genommen werden konnte, folgte im März 1993 der Antrag bei Rotary international. „Offiziell wurden wir dann am 17. Mai als Rotary Club Güstrow anerkannt“, erzählt Gans.

Die Zielstellung des Vereins – die Förderung des Gemeinwohls auf regionaler und internationaler Ebene – hat sich seit der Gründung nicht verändert. „Wir legen unseren Schwerpunkt auf die Kinder- und Jugendarbeit, unterstützen aber auch viele kulturelle Dinge, die die Stadt nach vorne bringen“, sagt Olav Paarmann, der dem Netzwerk seit dem 1. Juli 2017 vorsteht. Zwar gibt es auch unter den mittlerweile 31 Güstrower Rotariern – darunter mit Dr. Christiane Trapp und Silke Werner nur zwei Frauen – zahlreiche Unternehmer, doch Bedingung für die Aufnahme sei dies nicht. „Bei uns gibt es auch Förster, Versicherungsmakler oder Ärzte“, so Paarmann. Interessenten können dem Rotary-Club nur beitreten, wenn sie durch Mitglieder vorgeschlagen und durch den Vorstand abgesegnet werden. „Wir sind allerdings kein Sportverein, in dem man mal mitmacht und dann wieder nicht. Man muss schon aus Überzeugung dabei sein und sich bewusst für eine Mitgliedschaft entscheiden“, sagt der Güstrower Hotelier.

Neben den Mitgliedsbeiträgen finanzieren die Rotarier ihre Spenden auch durch so genannte Hands-on-Projekte. Dazu gehören etwa ein Imbissstand bei der Güstrower Kunstnacht, die Unterstützung des Winterzaubers am Inselsee sowie die Nudelparty am Rande des Osterlaufs. Mit den Einnahmen daraus und einem Teil des Startgeldes unterstützt der Club bereits im 10. Jahr das Tansania-Projekt der Domgemeinde. „Arnold Fuchs fährt jedes Jahr persönlich in die Gemeinde Mtii und wacht akribisch darüber, dass das Geld auch wirklich ankommt“, sagt Paarmann. So wurde in der Vergangenheit etwa in die Wasserversorgung investiert sowie die Ausbildung der Erzieher der dortigen Aidsweisen unterstützt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen