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Flüchtlingshilfe : 30 Jahre Arbeit mit Zahlen gegen Flüchtlingshilfe eingetauscht

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Der Güstrower Christian Meier arbeitet als Sozialbetreuer in der Flüchtlingsunterkunft in der Güstrower Fachhochschule – für diese Aufgabe hängte er sogar seinen Job an den Nagel.

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erstellt am 06.Okt.2015 | 06:41 Uhr

Noch vor wenigen Woche wandte sich der DRK-Kreisverband Güstrow mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit – gesucht wurden Helfer für die Flüchtlingsunterkünfte in der Region. Christian Meier lass diesen Aufruf und ergriff die Chance – heute arbeitet er als Sozialbetreuer in der Flüchtlingsunterkunft der Güstrower Fachhochschule.

„Ich habe 30 Jahre lang mit Zahlen gearbeitet, habe seinerzeit den Aufbau des Filialnetzes der Deutschen Bank begleitet – nun war es einfach Zeit für etwas anderes“, erzählt Christian Meier mit einem Lächeln auf den Lippen. Die Arbeit mit den Flüchtlingen mache er aus Überzeugung und nach den ersten Tagen und Wochen in der Unterkunft ist er sich sicher die richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Ich habe auch zuvor schon ehrenamtlich Deutschkurse in einer Asylunterkunft gegeben – das ist mir alles also nicht fremd. Nun mache ich das eben nur hauptberuflich“, sagt der 48-jährige Güstrower. Zu seinen Hauptaufgaben gehört im Moment, sich um alle menschlichen und sozialen Belange der Flüchtlinge zu kümmern, Fragen zu beantworten und zu vermitteln. „Das hier ist eine Notunterkunft – die Menschen sind nur kurze Zeit hier, bis sie weiter verteilt werden. Was wir hier machen ist sozusagen ein menschliches Startprogramm“, erklärt der Sozialbetreuer und fügt hinzu: „Wir sorgen für die gute Laune.“

Die Flüchtlinge – zumeist Syrer –, die in der Unterkunft ankommen haben sehr viele Fragen. „Wir versuchen zu helfen, wo wir nur können“, so Christian Meier. Probleme habe es bislang keine gegeben. Die Flüchtlinge seien eher sehr ruhig, resümiert Christian Meier die ersten Wochen in der Unterkunft.

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