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Güstrower Anzeiger

20. November 2017 | 01:34 Uhr

Neubaugebiet : 29 Baugrundstücke für Familien

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrow schreibt Parzellen im 2. Bauabschnitt des Hengstkoppelweges aus

von
erstellt am 15.Mai.2015 | 06:00 Uhr

Die Barlachstadt macht ernst mit einem größeren Angebot für Bauwillige. Noch bevor die Gremien das abgesegnet haben, hat die Verwaltung die Grundstücke des 2. Bauabschnittes am Hengstkoppelweg ausgeschrieben. Einen Vorgriff, gar eine Beschneidung der Rechte der Stadtvertretung, wie Sascha Zimmermann (FPD) schon argwöhnte, will Bürgermeister Arne Schuldt darin nicht erkennen. Schuldt verweist auf die ebenfalls definierte Möglichkeit der Stadt, ihre Ausschreibung jederzeit für ungültig zu erklären – zum Beispiel falls die Vertreter anderes gewollt hätten. Die Verwaltung habe lediglich mit großem Eifer die Intentionen der Stadtvertretung umsetzen wollen, so Schuldt.

Und da gibt es inhaltlich zunächst auch keinen Dissens: Nach Finanzausschuss, Vergabeausschuss und Wirtschaftsausschuss hat auch der Hauptausschuss mehrheitlich dem vorgezeichneten Weg zur Veräußerung der Parzellen am Nordrand der Stadt seine Empfehlung erteilt. Abschließend entscheiden wird die Stadtvertretung, die tagt wieder am kommenden Donnerstag.


Bürgermeister bremst SPD-Fraktionschef aus


Eine Anregung macht sich der Bürgermeister noch zu eigen: In Ausnahmefällen könne auch der Erwerb von zwei Grundstücken möglich sein, wenn nämlich etwa zwei Generationen einer Familie zusammen in einem Doppelhaus leben möchten. Uwe Heinze (SPD) hatte dies angeregt. Ansonsten ist grundsätzlich der Erwerb lediglich eines Grundstückes, und zwar zur eigenen Bebauung, möglich. Insgesamt 29 Parzellen stehen zum Verkauf. Davon könnten 16 in einem ersten Teilabschnitt im Herbst verkauft und nächstes Jahr bebaut werden. Für die anderen 13 Parzellen wäre Baubeginn 2017 möglich. Verkauft wird nach dem Höchstgebot.

Mit Mühe wehrte Bürgermeister Schuldt einen weiteren Vorstoß auf die bereits erfolgte Ausschreibung ab: eine mögliche Veräußerung an Makler und Bauträger. Bis zu einem Drittel der Parzellen für solche Unternehmen freizugeben. Das fordert ausgerechnet Hartmut Reimann (SPD), der maßgeblich und vehement darauf gepocht hatte, dass es in der Stadt zu wenige Grundstücksangebote für Familien gäbe, so dass Zuzugswillige in Güstrow gar nicht bauen könnten. Und Nachfragen gäbe es reichlich.

Zur Erinnerung: Diese Initiative erst hatte – und durchaus gegen sanften Widerstand in der Verwaltung – die Freigabe der Mittel zur weiteren Erschließung des Hengstkoppelweges frei gemacht. Diesen neuen Vorstoß, der auch Spekulationen den Weg öffnen könnte, mochte Schuldt denn auch gar nicht verstehen. Es sollten doch „400 Leute“ schon auf der Matte stehen, entgegnete er sarkastisch. „Warten wir doch erst mal das (zeitlich befristete/Red.) Ausschreibungsende ab, dann sehen wir doch, wie es läuft“, lenkte der Verwaltungschef die Diskussion noch in die von ihm gewünschte Richtung.  

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