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Gefährlicher Brechdurchfall um 28,7 Prozent angestiegen : 215 Rotaviren-Fälle im Landkreis Rostock

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Bundesweit sind die Rotavirus-Infektionen seit Jahresbeginn stark angestiegen. Im Landkreis Rostock erkrankten bis Ende August 215 Personen am gefährlichen Brechdurchfall. Im gleichen Zeitraum 2012 gab es 167 Betroffene.

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erstellt am 05.Sep.2013 | 10:00 Uhr

Güstrow | Bundesweit sind die Rotavirus-Infektionen seit Jahresbeginn stark angestiegen. Im Landkreis Rostock erkrankten bis Ende August 215 Personen am gefährlichen Brechdurchfall. Im gleichen Zeitraum 2012 gab es 167 Betroffene. Das ist ein Anstieg um 28,7 Prozentpunkte. Über diese Entwicklung informiert die DAK-Gesundheit unter Hinweis auf aktuelle Daten des Robert-Koch-Instituts. Da vor allem kleine Kinder unter der Magen-Darmkrankheit leiden, rät die Krankenkasse Eltern zur Impfung.

Auch die Ständige Impfkommission empfiehlt die Schluckimpfung gegen Rotaviren. Deshalb erhalten Patienten die Behandlung vermutlich ab November als Regelleistung beim Hausarzt. Damit entfällt die bisherige Kostenerstattung über die Krankenkasse.

Die Rotavirus-Infektionen in Deutschland haben innerhalb eines Jahres um ein Viertel zugenommen. Laut Robert-Koch-Institut stieg die Zahl der Erkrankungen von 32 507 auf aktuell 42 258. Mehr als die Hälfte der Betroffenen sind unter vier Jahre alt. "Da Säuglinge und Kleinkinder besonders anfällig für Rotaviren sind, raten wir zu einer möglichst frühen Impfung der Babys", sagt Christiane Köster von der DAK-Gesundheit in Güstrow. Rotaviren können bei mildem Verlauf Durchfall, Erbrechen, Fieber und starke Bauchschmerzen auslösen. Droht zu großer Flüssigkeitsverlust, müssen die Kinder ins Krankenhaus.

Ab der sechsten Lebenswoche können Säuglinge geimpft werden, informiert die Krankenkasse DAK. Zwei Präparate stehen als Schluckimpfstoffe zur Verfügung, der eine besteht aus zwei, der andere aus drei Dosen. Bis spätestens zum achten Lebensmonat sollte die Impfserie abgeschlossen sein.

Die Krankenkasse DAK- ist mit 6,3 Millionen Versicherten und rund 14 000 Beschäftigten die drittgrößte Krankenkasse Deutschlands. In der Region Güstrow werden rund 12 500 Kunden betreut.

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