Verkehr : 19 Millionen für neue Straßen

In der Mühlenstraße sind die Bauarbeiten bei gut einem Drittel angelangt. Diese Straße gehört ebenfalls zum jetzt vorgelegten Generalplan, wird aber noch 2015 fertig sein.
In der Mühlenstraße sind die Bauarbeiten bei gut einem Drittel angelangt. Diese Straße gehört ebenfalls zum jetzt vorgelegten Generalplan, wird aber noch 2015 fertig sein.

Güstrow will in den nächsten vier Jahren über 11 Kilometer Straßen nachhaltig sanieren

23-11367760_23-66109652_1416395934.JPG von
11. August 2015, 06:00 Uhr

Noch in diesem Jahrzehnt will Güstrow eine weitere wesentliche Etappe beim Ausbau seiner Straßen bewältigen. Die Verwaltung präsentiert den Stadtvertretern für die Septembersitzung den Generalplan für die Jahre bis 2019. Demnach sollen bis dahin im Sanierungsgebiet „Schweriner Vorstadt“ und im Erweiterungsgebiet „Östlich Ulmenstraße“ sämtliche Straßen erneuert sein. Auch in den anderen Gebieten der Stadt werden Straßen weiterhin repariert und saniert. Angestrebt werde z.B. im Jahr 2019 auch die Überholung des Fährhausweges. Dessen Zustand hatten jüngst Leser in der SVZ kritisiert.

Einen Schwerpunkt bildet weiter das Sanierungsgebiet „Altstadt“. Nach Abschluss der laufenden Sanierung der Mühlenstraße noch in diesem Jahr und des letzten Abschnittes der Schnoienstraße sind ab nächstem Jahr die Philipp-Brandin-Straße, die Armesünderstraße, der Heiliggeisthof (2018) dran. 2019 beginnt dann mit dem ersten Bauabschnitt des Franz-Parr-Platzes eines der ganz großen innerstädtischen Vorhaben in dieser Periode.

Noch in diesem Jahr soll das Verfahren der Gebietserweiterung „Östlich Ulmenstraße“ zum Abschluss gebracht werden, um die Voraussetzungen des Einsatzes von Städtebaufördermitteln für die Bülower Straße, Kösterstraße und die östliche Ulmenstraße zu schaffen. Diese sowie der Spaldingsplatz gehören zum Sanierungsprogramm der nächsten vier Jahre im Sanierungsgebiet „Schweriner Vorstadt“.

Aber auch im als „sonstigen“ bezeichneten Stadtgebiet sind weiter Ausbauvorhaben geplant. Dabei sind nach Vorstellung der Verwaltung mehrere Straßenzüge aufgrund ihres Umfanges und aus anderen Gründen über mehrere Jahre verteilt zu realisieren. So soll z.B. vom Hengstkoppelweg bis ins Jahr 2018 jedes Jahr ein weiteres Stück fertiggestellt werden. Auch die Hagemeisterstraße und die Heinrich-Borwin-Straße werden in mehreren Bauabschnitten, nächstes und übernächstes Jahr, ausgeführt. Der dritte Themenbereich der Erlebnisvielfalt Inselsee soll 2018 und 2019 – hier also mit dem Fährhausweg sowie auch die Abschnitte An den Bootshäusern vom Pfahlweg bis zur Bauhofer Bucht – Fortsetzung finden.

Als Ziel der Stadt wird formuliert, eine nachhaltige Sanierung der Straßenzüge zu erreichen. Für die Verwaltung bedeutet das, den grundhaften Ausbau immer in Gemeinschaft mit dem Städtischen Abwasserbetrieb und den Stadtwerken vorzunehmen, so dass zugleich die Ver- und Entsorgungsstränge unter dem Pflaster sowie Fuß- und Radwege, soweit vorhanden, erneuert werden können.

Ab 2020 dann sollte es nach den Vorstellungen der Verwaltung mit der Turm- und der Krückmannstraße weitergehen sowie mit dem Schlossparkplatz. Als nächster großer Schlag in der Innenstadt nach dem Franz-Parr-Platz wäre dann endlich auch der Markt fällig. Für diese Vorhaben sollen bis Anfang des nächsten Jahrzehnts die planerischen Voraussetzungen geschaffen werden.

Abstimmen müssen sich die Stadtvertreter jetzt zunächst über das generelle Vorgehen. Jede einzelne Baumaßnahme bedarf dann immer noch einer gesonderten Beschlussfassung. Voraussetzung ist dabei freilich immer auch eine Bestätigung der Vorhaben durch die Wirtschaftspläne der beteiligten kommunalen Unternehmen. Fördermittel für die nicht in Sanierungebieten liegenden Straßen sollen so weit wie möglich eingeworben werden. Letztlich hängt alles vom jeweils akuten Haushalt ab.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen