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Tierschutz hilft in Güstrow : 15 Katzen und endlich Hilfe

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Tierfreundin Edda Endler aus Wilhelminenhof kümmert sich rührend um die Samtpfoten auf ihrem Hof, doch stetig werden es mehr – jetzt hilft der Tierschutzverein Güstrow.

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erstellt am 15.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Für Tierfreundin Edda Endler hat das Jahr positiv begonnen – endlich bekam sie Unterstützung, denn auf ihrem Hof in Wilhelminenhof hatte sich inzwischen ein Katzenrudel von 15 Tieren niedergelassen. „Das wurde einfach zu viel“, erklärt die 43-Jährige. Schon immer habe sie ein Händchen für Tiere gehabt, habe im Tierpark und in der Landwirtschaft gearbeitet – heimatlose Tiere fanden bei ihr stets ein Zuhause, erinnert sich die Tierfreundin.

„Als wir noch in Groß Schwiesow gelebt haben, hatten wir auch Schweine“, sagt Edda Endler, während ihr drei Katzen um die Beine schleichen. „Das ist der Kinderkater, das der Weißnasenkater und das ist der Bruderkater“, zählt sie die ungewöhnlichen Namen ihrer Schützlinge auf. Auch der Weißen und die Ausgesetzte sind regelmäßig hier. Sie alle eint ein Schicksal: Sie waren heimatlos, bevor sie zu Edda Endler auf den Hof kamen. Sie konnte die Tiere nicht einfach so davon jagen, hat sie alle gefüttert und den Weibchen die Pille verabreicht – alles auf eigene Kosten. Obwohl Edda Endler aufgrund einer Erkrankung nicht mehr arbeiten kann und nur eine kleine Rente bekommt, sind die Tiere für sie eine Herzensangelegenheit.

Doch von Jahr zu Jahr tauchen immer mehr Katzen bei ihr auf. „Manchmal finden wir sie im Straßengraben – einfach ausgesetzt“, berichtet Edda Endler. 15 Katzen lebten zuletzt hier – einfach zu viele für die Frau aus Wilhelminenhof. „Ich habe mich auch an die Ämter gewandt – Hilfe bekam ich aber nicht“, sagt sie. Man habe ihr sogar gesagt sie solle die Katzen doch einfach nicht mehr füttern oder sie auf dem Feld aussetzen, dort würde sich der Fuchs schon um sie kümmern, sagt Edda Endler entsetzt.

Ihr letzter Hilferuf ging schließlich an den Güstrower Tierschutzverein. Kurzerhand wurden alle 15 Tiere (neun Weibchen und sechs Männchen) eingefangen und kastriert. „Das war das beste was mir passieren konnte“, sagt die Tierfreundin. „Wir konnten die Tiere in unserer jährlichen Kastrationsaktion unterbringen und dafür sorgen, dass es nicht noch mehr Tiere werden“, sagt Jasmin Pophal vom Tierschutzverein. Auch habe der Verein sechs Tiere in Obhut genommen, um sie zunächst auf privaten Pflegestellen zu sozialisieren und später zu vermitteln. „Der rote Kater Casanova hat zum Beispiel schon ein schönes Zuhause gefunden – für Nala suchen wir jetzt eins“, verrät Jasmin Pophal.

Die älteren Tiere sind auf dem Hof von Edda Endler geblieben. „Sie leben hier, haben hier ihr Zuhause, werden gefüttert und kümmern sich darum, dass das Ungeziefer fern bleibt“, sagt Edda Endler zufrieden.

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