Landespolizei : 132 künftige Kommissare und Wachtmeister für die Landespolizei vereidigt

Gespannt und in freudiger Erwartung auf den Festakt
Gespannt und in freudiger Erwartung auf den Festakt

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21. November 2014, 23:00 Uhr

In Fünferreihe sitzen junge Polizisten gestern in breiter Front vor der Bühne des Festsaales der Fachhochschule. Ihnen gegenüber ist der Saal prall gefüllt mit ihren Angehörigen und Freunden und mit viel Prominenz – Minister, Bundestagsabgeordneten, Bürgermeister… 132 angehende Polizistinnen und Polizisten, eben noch in froher Erwartung des festlichen Aktes, sprechen wenig später an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege ihren Diensteid auf Grundgesetz und Landesverfassung.

Die Hälfte der vereidigten Anwärter hat seine zweijährige Ausbildung in der Laufbahngruppe 1 zweites Einstiegsamt (ehemaliger mittlerer Dienst) bereits am 1. September begonnen. 66 weitere Polizeianwärterinnen und -anwärter sind seit dem 1. Oktober Fachhochschulstudenten und werden in den nächsten drei Jahren ein Bachelorstudium in der Kommissarslaufbahn absolvieren. Die jungen Polizeischüler hatten sich in einem Auswahlverfahren unter 1474 Bewerbern als die Besten im Sinne von Teamfähigkeit, Leistung, Wissen und Flexibilität durchgesetzt.

Unter den 132 dunkelblau Uniformierten sind auch vier Spitzensportler: Mit den Ruderern Ole und Malte Daberkow, Bahnradsportler Henry Ober und Hürdenläufer Rico Thränert gibt es auch eine neue Sportfördergruppe der Landespolizei. „Die Athleten können ihren Trainingseinheiten und Wettkämpfen während einer verlängerten Ausbildung weiterhin professionell nachgehen“, erläutert Dr. Marion Rauchert, die kommissarische Direktorin der FH.

Mit Blick auf die Personalsituation der Landespolizei erinnerte der Innenminister auch in seiner Funktion als Sportminister die jungen Anwärter an ihre Pflicht zur Gesunderhaltung: „Weil Sie in Ihrem Beruf besonderen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt sind, erwarte ich von Ihnen, dass Sie sich in besonderem Maße fit halten. Darüber hinaus bieten wir Ihnen mit dem Ärztlichen Dienst und mit der Polizeiseelsorge eine kompetente Betreuung für Ihre Berufs- und Lebenssituationen an.“ Die Hilfe wird für viele der heutigen Anwärter auch notwendig werden. „Der Polizeiberuf ist mit Gefahren verbunden wie kaum ein anderer. Gewalt und Gewaltbereitschaft begegnen uns täglich. Immer wieder wird zu Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten aufrufen oder diese ausgeübt, ob durch politische Extremisten oder Fußball-Hooligans“, erklärt Caffier. Der Schweriner Innenminister sieht die künftigen Polizeibeamten aber nicht als diejenigen, die allein damit konfrontiert sein dürfen. Caffier: „Gewalt ist ein Problem unserer Gesellschaft, nicht nur für die Polizei. Als Polizistinnen und Polizisten können Sie Gewaltkriminalität bekämpfen, aber damit können Sie Gewalt in unserer Gesellschaft nicht beseitigen, das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Polizeiberuf genießt zurecht ein hohes Ansehen. Aber Sie werden auch Kritik, Unverständnis, offene Ablehnung erfahren.“

Von den 132 Anwärtern kommen 88 aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Frauenquote liegt bei den Studierenden bei 38 Prozent und bei den Auszubildenden bei 14 Prozent. Nach ihrer Ausbildung bzw. dem Studium werden sie im Polizeivollzugsdienst tätig sein.

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