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Buch über Laage : 115 Seiten voller Geschichten

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Heimatverein Laage stellte sein Buch vor / Beitrag für 800-jähriges Jubiläum der Stadt

Der Heimatverein Laage hat seinen Beitrag für das 800-jährige Jubiläum der Stadt, das im kommenden Jahr begangen wird, bereits geleistet. Am Dienstagabend wurde das Buch präsentiert, das zahlreiche Geschichten von ehemaligen und jetzigen Einwohnern erzählt. Ab sofort ist es bei „Buch und Kunst“ in Laage und beim Heimatverein für acht Euro erhältlich. Es handelt von Ackerbürgern und Handwerkern, berichtet über Schmiedemeister Richard Güst und es wird so manche andere Geschichte erzählt, die nur noch ältere Bewohner Laages kennen.

„Das Werk ist vollbracht“, eröffnete der Vereinsvorsitzende Manfred Walter (78) die Veranstaltung im Café der Bäckerei „Stern“ am Markt. In den vergangenen Wochen und Monaten wurde im fünfköpfigen Autorenteam hart gearbeitet. „Auf unseren Aufruf um Unterstützung Anfang 2013 in der Presse war sehr viel Material zusammengekommen“, erzählt der Vorsitzende, der in diesem Gremium mitarbeitete. Vieles an Material habe der Heimatverein auch bereits in seinem Fundus gehabt und so habe man sich zuerst für eine Auflage von 300 Büchern mit je 100 Seiten entschieden. Doch Fotos, Karten, Gemälde und die Texte von Autoren, die inzwischen in Nordrhein-Westfalen, in Brandenburg und im Schwarzwald wohnen, hätten dann doch einen viel größeren Umfang gebraucht. So musste wieder gestrichen werden und letztlich ist das Buch nun 115 Seiten dick.

Sigrid Freiheit hat ihre Kindheitserinnerungen mit Ziegen aufgeschrieben. Interessant auch die Erklärung, warum sich ein Ziegenmarkt oftmals in der Nähe der Kirche des Ortes befindet. Früher sei der Segen oftmals außerhalb der Kirche gesprochen worden. Auf Plattdeutsch heißt der Segen „Sägen“. Und so sei bei den Mecklenburgern aus dem Sägen- der Zägen-Platz geworden.

Rosemarie Eggert (77) hat 30 Jahre lang in der Bibliothek des Ortes gearbeitet und ist in Laage geboren. Kein Wunder also, dass sie gemeinsam mit Angelika Martin über die 140-jährige Geschichte dieser Einrichtung schrieb. „Das Buch ist recht natürlich und zugänglich geschrieben“, sagt sie. Außerdem passe es sehr gut zur 800-Jahr-Feier der Stadt. Manches auf Plattdeutsch, das meiste aber in Hochdeutsch gebe es eine gute Zeitspanne des Lebens in Laage wieder.

Ernst-August Dahl, der ebenfalls im Autoren-Team tätig war, trug einige seiner Erinnerungen zum Abend bei. Er konnte noch viele Namen von Bewohnern benennen und hat vieles aus der Zeit aufgeschrieben, bevor er nach Rostock zog. In einem zweiten Teil schreibt er über den sportlichen Bereich im Fußball und von den Anfängen der Leichtathletik.

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