Ehrung für Blutspender : 100-mal und öfter Blut gespendet

Für 100 Blutspenden ausgezeichnet: Gerhard Glaudin (Güstrow), Wilhelm Ahlschläger (Teterow), Günther Reppin (Teterow) und Hans-Georg Schaak (Lüssow). Ehrenamtskoordinator Hilmar Fischer (v.l.) hatte dazu gratuliert. Fotos: REgina Mai
Für 100 Blutspenden ausgezeichnet: Gerhard Glaudin (Güstrow), Wilhelm Ahlschläger (Teterow), Günther Reppin (Teterow) und Hans-Georg Schaak (Lüssow). Ehrenamtskoordinator Hilmar Fischer (v.l.) hatte dazu gratuliert. Fotos: REgina Mai

DRK-Kreisverband Güstrow dankt Blutspendern

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15. Juni 2015, 04:51 Uhr

Einmal allen Blutspendern zu danken und jene mit Spender-Jubiläen besonders hervorzuheben, dazu hatte der DRK-Kreisverband am Sonnabend in Güstrow eingeladen. Ohne die vielen Helfer, auf die man sich fast blind verlassen könne, funktioniere es auch nicht, betonte Hilmar Fischer, Ehrenamtskoordinator beim DRK-Kreisverband.

Ursula Leege hat schon einige dieser Dankeschön-Veranstaltungen erlebt. Für 125 Blutspenden wurde die Boldebuckerin geehrt. „Inzwischen bin ich schon bei 132“, verrät sie. Seit fast 45 Jahren lässt sie sich regelmäßig bis zu viermal im Jahr den roten Lebenssaft abzapfen und hat dafür selbstverständlich eine Erklärung parat: „Es ist schon fast möglich künstlich Leben zu erzeugen, aber es ist bis heute nicht gelungen, Blut nachzubilden. Es muss also bis heute gespendet werden, wenn man helfen will. Und das möchte ich.“

Dabei, so erzählt Ursula Leege, hatten ganz pragmatische Gründe sie dazu gebracht Blut zu spenden. Als Studentin der Argarwissenschaften in Berlin brauchte sie immer Geld. Drei von vier Spenden im Jahr wurden in DDR-Zeiten bezahlt. Die heute 64-Jährige erinnert sich noch genau an ihre erste Spende. Sie sei ihr nicht gut bekommen. Für das Geld habe sie sich eine Reisetasche gekauft. Ursula Leege, die im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock arbeitet, blieb dabei und spendet seit Jahren unentgeltlich. „Es ist mein Beitrag, den ich leisten kann, um Leben zu retten“, betont Ursula Leege. Bis 68 kann sie noch weitermachen und will dies auch tun. Für Hans Müller, Dalkendorf, war es am Sonnabend ein Abschied aus der Gemeinschaft der Blutspender. Aus gesundheitlichen Gründen endet sein Engagement bei 108 Blutspenden.


„Es ist ganz wichtig, dass wir sie haben“


Das Durchschnittsalter der Blutspender in MV liegt übrigens bei 48 Jahren. Im Bundesdurchschnitt sind es 41 Jahre, berichtet Olaf Müller-Stegmann vom DRK-Blutspendedienst und sieht darin ein Spiegelbild der Gesamtsituation im Land. Zwar gelinge es immer wieder unter Berufsschülern Blutspender zu finden. Oftmals aber würden davon später andere Bundesländer, in denen die jungen Leute Arbeit finden, profitieren. Der demografische Wandel ist also auch auf dem Blutspende-Sektor eine Herausforderung. In 20 Jahren, so schätzt Müller-Stegmann ein, könnte es eng werden. Gegenwärtige sei die Situation bei Blutspenden gut. „Aber die Ferienzeit kommt und dann wird es immer knapp“, betont er.

„Es ist ganz wichtig, dass wir sie haben“, betonte Werner Kuhn, Präsident des DRK in MV. Nur so könne das Deutsche Rote Kreuz Krankenhäuser mit Blut und Blutprodukten versorgen. „Das ist unser Auftrag“, unterstrich Kuhn und fügte hinzu: „Menschen verdanken es ihnen, dass sie zum Beispiel nach einem Unfall ins Leben zurückkehren konnten.“

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