Friedhof Güstrow : 10-Jahresplan in 14 Jahren erfüllt

Umfangreiches Programm zur Sanierung und Umgestaltung des Güstrower Friedhofs / Neue Wege, neue Grabanlagen

svz.de von
16. Juli 2015, 21:00 Uhr

Auf dem Güstrower Friedhof werden in diesem Jahr die vorerst letzten großen Investitionen umgesetzt. Derzeit ist eine Firma dabei, noch einige Hauptwege zu pflastern. „Dann sind wir damit durch, mehr Flächen werden nicht versiegelt, denn der parkähnliche Charakter unseres Friedhofs soll erhalten bleiben“, sagt Holger Büttner.

Der Friedhofsverwalter kündigt an, dass in den nächsten Tagen zehn neue Bänke aufgestellt werden. Außerdem sind Baumpflegearbeiten zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit geplant. Alle fünf Jahre übernimmt das eine Spezialfirma, in der Zeit dazwischen obliegt diese Aufgabe der Friedhofsverwaltung. Zudem wurde kürzlich der vor 14 Jahren angelegte Weg entlang der südlichen Friedhofsmauer erneuert.


7. Gemeinschaftsanlage für Urnen in Planung


Als weitere Baumaßnahme steht die Errichtung einer siebenten Urnengemeinschaftsanlage für zirka 110 Bestattungsfälle im Plan. „Das ist dringend nötig, da die zuletzt genutzte Anlage an ihre Kapazitätsgrenze kommt“, sagt Büttner. Der Umfang der Gesamtinvestitionen für dieses Jahr beläuft sich auf etwa 190 000 Euro, allein 105 000 Euro entfallen auf den Wegebau. Nach der Realisierung all dieser aktuellen Vorhaben hat die Friedhofsverwaltung ihren umfangreichen Gesamtinvestitionsplan erfolgreich umgesetzt. 2001 war er gemeinsam mit der denkmalpflegerischen Zielstellung beschlossen und auf zehn Jahre ausgelegt worden. „Nun hat es 14 Jahre gedauert, aber ich denke, damit können wir gut leben“, bilanziert der Verwalter. Denn in dieser Zeit wurde viel bewegt auf dem Areal. So reagierte die Verwaltung auf den Trend, dass es weniger Erd-, dafür aber mehr Urnenbestattungen gibt. Sechs Gemeinschaftsanlagen wurden dafür bisher geschaffen. Neben dem Wegebau stand die Sanierung von großer und kleiner Trauerhalle sowie des Verwaltungsgebäudes im Plan, es wurden die Abfallplätze neu gestaltet und mehrere Baumreihen gepflanzt. „Jeder, der über den Friedhof geht, kann sich mit eigenen Augen davon überzeugen, was hier in den vergangenen Jahren geschaffen wurde“, bekräftigt Büttner.


Künftig liegt Augenmerk auf Erhaltung


Arbeit bleibt auch für die kommenden Jahre. Der Schwerpunkt liegt nun aber erst einmal darauf neu Geschaffenes zu erhalten. So sollen demnächst Wasserleitungen und Wasserstellen erneuert und Ersatzpflanzungen vorgenommen werden. Malerarbeiten und kleinere Reparaturen an den Wegen stehen ebenfalls auf der Vorhabenliste. „Es fällt ja immer etwas an, richtig fertig wird man nie“, versichert Holger Büttner.

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