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Stadtvertretung Güstrow : 1,6 Millionen Euro für die Oase

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stadtvertretung beschließt Verzicht auf Gewinnausschüttung durch die Stadtwerke / 1,6 Millionen Euro fließen ins Freizeitbad

von
erstellt am 14.Feb.2015 | 08:30 Uhr

Das Freizeitbad „Oase“ muss saniert werden. Dabei geht es um insgesamt 2,7 Millionen Euro (1,2 Millionen Euro für die technische Seite, 1,5 Millionen für bauliche Anlagen). Das ist unstrittig. Frage bisher: Wer finanziert das? Seit Donnerstagabend ist die Finanzierung geregelt. Die Stadtvertreter beschlossen, dass die Barlachstadt in den Jahren 2016-2018 auf eine Gewinnausschüttung der Stadtwerke Güstrow verzichtet. Die 1,6 Millionen Euro sollen in die Sanierung der „Oase“ gesteckt werden. 1,2 Millionen Euro für die Sanierung der Technik waren bereits gesichert. Ob eine Sanierung noch in diesem Jahr erfolgen kann, wie es als Ziel in einem gemeinsamen Antrag von SPD und CDU formuliert ist, bleibt abzuwarten.

Uwe Heinze – gemeinsam mit Gerd-Peter Bartsch Einbringer des Antrages – benannte die Sicherstellung einer Gesamtfinanzierung, ein Bekenntnis der Stadt zur „Oase“ und einen Masterplan für die Zukunft des Freizeitbades als die drei Säule des Antrages. Die Stadt sei in einer finanziellen Situation, dass sie den Verzicht auf die Stadtwerke-Gewinnausschüttung verkraften könnte, so Heinze. Andreas Brunotte, stellvertretender Bürgermeister, sprach von einer schmerzlichen Entscheidung, betonte aber auch, dass die Stadt in der Pflicht stehe. Dies unterstrich auch Sascha Zimmermann. „Die ,Oase’ ist ein Standortfaktor für die Stadt. Auch Touristen kommen nicht nur wegen Barlach“, meinte der FDP-Mann. Fragen hatte Jens-Hagen Schwadt (Die Linke-Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Stadtwerke-Aufsichtsrates). Er wollte den Antrag in einen Prüfauftrag umwandeln, fand dafür aber keine Mehrheit. Aus seiner Sicht seien die Auswirkungen auf den Stadthaushalt noch unklar. Fragen hatte er weiter zur Kreditaufnahme durch die Stadtwerke als Gesellschafterin der Freizeit- und Immobiliengesellschaft (FIG), die die „Oase“ betreibt, um eine Sanierung vorfinanzieren zu können, bis in den Jahren 2016-18 das Geld zur Verfügung steht. Generell aber sei der Beschluss begrüßenswert. Dies betont auch Edgar Föniger. Aus Sicht des Stadtwerke-Geschäftsführers sei eine Sanierung noch in diesem Jahr aber fraglich. „Wir haben ein Gutachten zur technischen und eines zur baulichen Seite“, erklärt Föniger. Das sei noch keine Planung. Beides müsse zusammengeführt und ein Planungsbüro beauftragt werden.


Aufsichtsrat tagt nächste Woche


Wie dem auch sei, Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Stadtwerke sind beauftragt bis zum 27. Februar sicherzustellen, dass ein Baufinanzierungskredit durch die Stadtwerke bereit gestellt werden kann. Eine Aufsichtsratssitzung hat Schwadt gestern für den 21. Februar angesetzt. Dann werde alles beraten, übrigens auch mit den Antragstellern Heinze und Bartsch, die beide im Aufsichtsrat sitzen. „Wir schauen alle nach vorn“, formuliert der Aufsichtsratsvorsitzende abschließend.

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