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Güstrower Akademie Sieger bei Bundeswettbewerb

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Güstrow | Die 1999 in Güstrow gegründete Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern kann einen ihrer bisher größten Erfolge verzeichnen: Ihr Vorhaben zu Bioenergiedörfern ging jetzt aus einem Wettbewerb des Bundes zum demografischen Wandel in Ostdeutschland als eines der Sieger-Projekte hervor. Insgesamt waren in dem Wettbewerb "Daseinsvorsorge 2030 - eine Antwort auf den demografischen Wandel" 32 Projekte eingereicht worden. Sechs davon sollen nun umgesetzt werden, zwei stammen aus Mecklenburg-Vorpommern, darunter das zu Bioenergiedörfern aus Güstrow.

"Es ist eine große Freude, den Sieg eingefahren zu haben", so die erste Reaktion von Bertold Meyer, Projektleiter Bioenergiedorf-Coaching in der Akademie. "Es zeigt, dass erneuerbare Energien immer mehr in den Fokus rücken." Meyer sieht die Auszeichnung auch als Wertschätzung der bisherigen Arbeit der Güstrower Akademie.

Seit vergangenem Jahr versucht die Akademie, Dörfer und kleine Städte in ganz MV für die Idee zu begeistern, die eigenen energetischen Potenziale zu nutzen - ob mit Erdwärme, Biomasse, Sonnen- oder Windenergie. Mit dem jetzt ausgezeichneten Projekt unterstützt die Akademie Gemeinden, sich zum Bioenergiedorf zu entwickeln. "Die bisherige Resonanz auf unsere Arbeit ist sehr positiv", so Meyer. Mittlerweile hätten 85 Dörfer aus dem Land ihr Interesse bekundet, Bioenergiedorf zu werden. Elf Dörfer hätten landesweit diesen Schritt in der Gemeindevertretung beschlossen, so Meyer. Ziel der Akademie sei es, erklärt er, in den nächsten zehn Jahren 500 Bioenergiedörfer - 800 Kommunen gibt es im Land - zu haben. Mögliche Investitionen: vier Milliarden Euro.

Die Akademie erhält jetzt Geld vom Bund, um das Sieger-Projekt weiter zu entwickeln und umzusetzen. Meyer ist überzeugt, dass bei erfolgreicher Umsetzung, Arbeitsplätze vor Ort in den Dörfern und Städten entstehen können. "Man holt das Öl nicht mehr von außen rein, sondern nutzt die eigene Energie vor Ort", sagt er. Dadurch würden Erwerbsmöglichkeiten und Arbeitsplätze geschaffen. "Wenn wir es schaffen, die Wertschöpfung vor Ort zu organisieren, kann man damit auch Geld verdienen", so Meyer.

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erstellt am 15.Aug.2010 | 02:38 Uhr

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