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Rassekaninchenaschau Züchter zeigen Prachtexemplare

Von rmai | 17.08.2015, 04:41 Uhr

Rassekaninchenzuchtverein M8 stellte beste Jungtiere aus. Doch es gibt auch Nachwuchssorgen

Die wichtigen Ausstellungen folgen erst im Herbst, aber am vergangenen Wochenende zeigten die Mitglieder des Rassekaninchenzuchtvereins M8 schon mal ihre Jungtieren vor. 140 Tiere präsentierten sich in den Käfigen und begeistern besonders kleine Besucher, forderten den Profis Hochachtung ab und regten diese zu Diskussionen an. Dabei wurde im lichten Schatten unter Obstbäumen auch manches Klagelied angestimmt. Den Kaninchenzüchtern fehlt der Nachwuchs.

Der Güstrower Zuchtverein besteht jetzt im 101. Jahr, aber das Durchschnittsalter der Mitglieder steigt unentwegt. Jenseits von 60 dürfte es schon liegen, meint Eckhard Krüger von der Ausstellungsleiter. Ganz genau möchte er es gar nicht wissen. „Die jungen Leute haben heute andere Interessen“, stellt er fest. Damit müsse man sich wohl abfinden. Dabei steht der Güstrower Verein mit 34 Mitglieder noch ganz gut dar. Eine örtliche Jungtierschau auf die Beine zu stellen, das schaffe man noch problemlos. Neben den Güstrowern stellten hier auch Züchter aus Krakow am See und Laage aus.

Für die einen edel, für die anderen einfach süß

Stolz führt Eckhard Krüger durch die Ausstellung: Deutsche Riesenschecken (schwarz-weiß), Deutsche Riesen (grau), Widderzwerge (grau-weiß), Lohkaninchen (schwarz), Großchinchillas usw. waren zu sehen. Als Vereinsmeister wurde Marko Krüger, Wilhelminenhof mit seinen Lohkaninchen gekürt. „Er bekam mit 8/7 sehr hohe Wertungen für seine Tiere“, betont Eckhard Krüger. Auch die Ehrung für den besten Rammler der Ausstellung nimmt Marko Krüger mit nach Hause. Die beste Häsin stammt aus der Zucht von Heinz Holz, Güstrow.

Mit den Kindern Romy und Lars schauten sich Julia Scheffler und Holger Maibaum die Ausstellung an. „Das ist doch was für die Kinder. Sie sind begeistert“, berichtet Julia Scheffler. Und natürlich kam es, wie es kommen musste: Lars möchte nun unbedingt auch Kaninchen zu Hause haben. Zu den Stammgästen der Güstrower Ausstellungen gehört Gisela Portscht. „Ich mag besonders die Widderzwerge. „Als mein Sohn klein war, hatten wir auch Kaninchen“, erzählt die Güstrowerin, die ein klein wenig enttäuscht war, dass die Ausstellung kleiner als sonst ausfiel. Eckhard Krüger hatte einer Erklärung dafür. Mit Rücksicht auf die Tiere wollte man die Käfigreihen nicht in die pralle Sonne stellen, sondern den Tieren ein bisschen Schatten unter den Bäumen gönnen.