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SVZ-Vereinsserie Ziel: den Tanzpalast in Laage erhalten

Von Christian Menzel | 11.12.2017, 12:00 Uhr

SVZ-Serie „Vereine in der Region“: Laager Förderverein Albertinum hat schon viel geschafft und noch viel vor.

Das diesjährige Oktoberfest ist gefeiert, die beiden Auftaktveranstaltungen der Laager Karnevalisten sind gut über die Bühne gegangen. Nun kann sich der Förderverein Albertinum wieder seiner wichtigsten und nahezu einzigen Aufgabe widmen: den Erhalt des als Tanzpalast ausgewiesenen Gebäudes voran zu bringen.


Warum heißt Gebäude Albertinum?1982 ließ der damalige Chef des Volkseigenen Gutes Laage, Albert Brüggemann, das Haus bauen. Einheimische erzählen, dass er das Projekt zunächst als Futtermittelhalle deklarierte und damit bei Genehmigungsstellen durchbrachte. In Anlehnung an seinen Vornamen heißt das Gebäude Albertinum. „Das Albertinum wurde mit einem großen Betriebsfest eingeweiht. Im Laufe der Jahre haben die Laager dort viele Feste gefeiert“, erinnert sich Vorstandsmitglied Birgit Hahn. Nach der Wende brach für das Haus eine schwere Zeit an. Ein Betreiber fehlte, die Feiern wurden weniger, auch der Laager Carnevalsclub „Lawena“ (CCL) suchte sich neue Veranstaltungsorte und kehrte erst 1996 zurück in das Haus an der Polchower Chaussee.

Ein Jahr zuvor war der Förderverein Albertinum gegründet worden. „Der Weitsicht von Bürgermeister Uwe Heinze, der 1994 ins Amt kam, und Adolf Schaf, dem Leiter des Bildungsträgers Start, ist es zu danken, dass das Albertinum nicht aus dem Gedächtnis der Laager verschwand“, sagt Vereinschef Enrico Hinnah. Nach ersten Investitionen wurde es aber ruhig um den Verein. 2014 belebte der Carnevalsclub den Förderverein wieder. Sein Vorstand ist fast identisch mit dem des CCL, weitere Mitglieder gibt es nicht. „Wir halten, zumindest im Augenblick, schlanke Strukturen für sinnvoll. Die auch in der Satzung festgelegte Aufgabe des Fördervereins besteht darin, Mittel und Sponsorenleistungen für den Erhalt des Albertinums einzuwerben“, sagt Thomas Suhr, Vorsitzender des Carnevalclubs und Vorstandsmitglied im Förderverein.

Als erste Veranstaltung wurde das Oktoberfest ins Leben gerufen, dessen Einnahmen eins zu eins dem Erhalt des Albertinums zu Gute kommen. „In diesem Jahr gab es schon das dritte Oktoberfest. Alles war super: die Leute haben sich amüsiert und wir hatten als Verein gute Einnahmen. Nur beim Anstich des Bierfasses müssen wir noch üben. Das ging auch in diesem Jahr wieder voll daneben“, erzählt Enrico Hinnah schmunzelnd.

Lang ist die Liste der Arbeiten, die in der kurzen Zeit schon erledigt wurde. Ganz oben steht die Erneuerung der Zuwegung. „Wir haben an zwei Wochenenden 120 Quadratmeter in echter Teamarbeit gepflastert“, erinnert sich Thilo Warda, dessen Gartenbaufirma die Technik stellte. Auch andere Laager Firmen halfen, wie Metallbau Lührmann, der Arbeitskräfte schickte. Im Eingangsbereich bauten Vereinsmitglieder massive Doppeltüren ein. Das Material dafür stellte die Stadt zur Verfügung. Zurzeit ist Vereinsmitglied Ralf Dohs dabei, mit einer Elektrofirma ein Gutachten zu erstellen. „Wir müssen unsere gesamte Elektroanlage überarbeiten und sicher machen“, sagt Dohs, der selbst gelernter Elektriker ist.

Neben dieser Aufgabe stehen weitere Vorhaben auf der Liste. So soll das Tanzparkett versiegelt, Auslegware erneuert, die Bar verlegt und der Sanitärbereich saniert werden. „Wir sind voller Elan, aber unsere Werbung um Sponsoren müssen wir noch intensivieren“, stellt der Vereinsvorsitzende fest. Als nächster Termin steht ein Treffen mit Laages neuem Bürgermeister, Holger Anders, im Kalender. „Von ihm haben wir schon positive Signale für unseren Verein bekommen“, versichert Hinnah.