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Post im Weihnachtsstress Zehn Prozent mehr Weihnachtspakete

Von Janine Beyer | 24.12.2016, 05:00 Uhr

Zur Weihnachtszeit haben die Verbundzusteller der Deutschen Post in Güstrow besonders viele Pakete auszuliefern.

Die Post hat natürlich schon vor dieser kleinen Lieferung Post bekommen. Im Briefzentrum Rostock werden Briefe aus der ganzen Welt maschinell vorsortiert. Alle Sendungen, deren Postleitzahl mit 17, 18 oder 19 beginnen, gehen in den Zustellstützpunkt nach Güstrow. Die Pakete kommen vorsortiert aus dem Paketzentrum in Neustrelitz. In einer abgeteilten Fläche des Gebäudes, dem Paketverteilungskreis, warten sie darauf, auf die Rollwagen für die einzelnen Bezirke sortiert zu werden. „In diesem Jahr mussten wir den Kreis vergrößern“, erzählt Julia Diehn, die seit einem Jahr Betriebsleiterin im Güstrower Stützpunkt ist. „Allein zu Weihnachten haben wir zehn Prozent mehr Pakete als letztes Jahr. Und der Trend scheint zu steigen.“ Der Internethandel lässt grüßen. Großbriefe und Zeitungen würden in den Sortiermaschinen kaputt gehen. Deshalb werden sie per Hand in die nummerierten Fächer der großen Regale gelegt. Die Nummern stehen für Postbezirke, deren Route in der Regel Stammzusteller abfahren.

Monika Schleidgen beliefert den Bezirk 15 mit rund 2400 Haushalten. Zur Weihnachtszeit nimmt die Tour rund zwei Stunden mehr in Anspruch. „Vor 10 Uhr werde ich nicht hier raus sein. Und vor 17 Uhr wohl auch nicht wieder drinnen“, beziffert sie ihre vorweihnachtliche Route. 25 Bezirke, das macht 25 Stammzusteller. Dazu kommen einige Vertretungen ohne Stammrouten. Sie springen überall dort ein, wo jemand frei hat oder krank ist. Martin Thoß ist so ein Vertreter. In vielen Ecken kennt er sich aus. Der Güstrower Stützpunkt beliefert einen Umkreis von rund 20 Kilometern. Die Überstunden ab November, wenn der Geschenkekauf beginnt, bis Januar, wenn Geschenkgutscheine eingelöst werden, machten ihm nichts aus. „Was wir im Sommer an Zeit einsparen, gleichen wir im Winter aus.“

Bis zu zehn Stunden am Tag arbeiten die Zusteller in der Vorweihnachtszeit, um Spitzenwerte von 3500 Paketen zu bewältigen. Vier bis fünf zusätzliche Verbundzusteller werden dafür eingestellt. Verbund bedeutet, dass Pakete und Briefe gleichzeitig verteilt werden. „Das ist die Königsdisziplin,“ sagt Julia Diehn. „Der Paketwagen muss organisiert gepackt sein, um keine Strecke doppelt zu fahren.“ Bis 15 Uhr wird heute Zeit geliefert. Dann dürfen alle Zusteller nach Hause.