Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Feuerwehr Kritzkow Wenig Einsätze – viel Arbeit

Von RMAI | 22.03.2018, 05:00 Uhr

Einsatzabteilung mit 38 Männern und Frauen gut besetzt – Erweiterungsbau für Gerätehaus startet im April.

Mit Blick auf die Zahl der Einsätze müssten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kritzkow ein ruhiges Jahr 2017 gehabt haben. „Nach dem Rekordjahr 2016 mit 28 Einsätzen waren es im vergangenen Jahr nur 13, so wenige wie nur selten“, berichtet Wehrführer Mark Gerion. Aber bei der Wehr in Kritzkow bleibt es selten ruhig. So übernahm sie im vergangenen Jahr die Gefahrguterkundung für den südlichen Teil des Landkreises. Dafür waren und sind auch künftig noch viele Ausbildungsstunden zu absolvieren.

Mit der Übernahme der Gefahrguterkundung entlasten die Kritzkower Kameraden die Krakower Wehr ein wenig. Die Kernkomponente der Gefahrgutabwehr verbleibt aber weiterhin in Krakow am See. Das Erkundungsfahrzeug ist bereits in Kritzkow stationiert. Entsprechend eng ist es im Gerätehaus geworden. Ein Anbau ist geplant. Gerion rechnet mit dem Baubeginn im April. Wichtig für die Kameraden ist, dass sie künftig einen größeren Schulungsraum zur Verfügung haben werden und dass auch gleich die Sanitäranlagen erneuert und erweitert werden. „Als das neue Feuerwehrhaus gebaut wurde, hatte die Wehr 14 Kameraden“, erinnert sich der Wehrführer. Aktuell verfügt die Wehr über 38 Frauen und Männer in der Einsatzabteilung. Hinzu kommen zwölf Kinder in der Bambini-Gruppe, neun Mitglieder in der Jugendwehr (weniger als zuletzt) und fünf in der Ehrenabteilung. „Das sind gute Zahlen, aber wir können uns nicht darauf ausruhen“, betont Gerion und sieht künftig durchaus Probleme bei der Nachwuchsgewinnung. Dem Ehrenamt in der Feuerwehr mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, ist deshalb ein Wunsch des Kritzkower Wehrführers. „Eine Möglichkeit wäre eine Gutschrift von Rentenpunkten für die Kameraden. Es ist an der Zeit, das mal ernsthaft zu diskutieren“, meint Gerion.

15 Atemschutzträger in Kirtzkower Wehr

Zufrieden ist der Wehrführer mit der Ausbildungsbereitschaft. Fünf Männer und Frauen absolvierten die Ausbildung zum Truppmann bzw. zur Truppfrau. Florian Marwick meisterte die Ausbildung zum Atemschutzträger, 15 hat die Wehr und damit zwei weniger als zuletzt. Den Rückgang erklärt Gerion mit gesundheitlichen Problemen, die zwei Kameraden zum Rückzug zwingen. Robert Lodwig, Jugendwart, hat den Lkw-Führerschein gemacht. Dennis Schütt habe mit dieser Ausbildung begonnen, berichtet Gerion. Dankbar sei man dafür, dass die Stadt Laage diese Ausbildung jährlich für einen Kameraden übernimmt.

Auf ihrer Jahreshauptversammlung wählten die Kritzkower Kameraden den stellvertretenden Wehrführer. Mirko Mank, der die Position auch bisher schon inne hatte, wurde in geheimer Wahl mit 100 Prozent wiedergewählt. Zuvor hatte er deutlich gemacht, dass ihm das Ehrenamt Verpflichtung sei, dass darüber aber auch die Familie nicht vergessen werden dürfe.