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20 Fragen an Treffen mit dem Papst – das wär’s

Von ZVS | 27.02.2014, 23:00 Uhr

20 Fragen an Hildegard Steinecke /Sie engagierte sich 20 Jahre als Stadtvertreterin in Güstrow und tritt nun zur Wahl nicht mehr an

Hildegard Steinecke mischt in der Kommunalpolitik mit. 20 Jahre ist sie für Die Linke im Kreistag und/oder der Stadtvertretung Güstrow tätig. Geboren ist die Güstrowerin 1944 in Belgrad. Als Heimatvertriebene landete die Familie mit Aufenthalten in mehreren Ländern 1947 schließlich in Güstrow. Hier ging sie zur Schule, machte Abitur. Sie wurde Unterstufen- und Musiklehrerin) und machte später über ein Fernstudium an der PH Güstrow und Uni Greifswald Diplomabschlüsse als Deutsch- und Englischlehrerin. Nach Jahren als Berufsschullehrerin in Neubrandenburg kehrte sie 1984 nach Güstrow zurück, wo sie bis zur Wende in der Betriebsakademie des Gesundheitswesens und als Instrukteur für Gesundheitserziehung des Kreises Güstrow arbeitete.Nach einem Studium der Sozialpädagogik war Hildegard Steinecke bei Freien Trägern und verschiedenen Bildungsgesellschaften bis zur Rente tätig.
Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder und zwei Enkel.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Steinecke: Auf unserer Terrasse oder im Garten hinterm Haus.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Nichts, unser Bürgermeister leistet gute Arbeit. Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, kann es sehen, auch wenn in den äußeren Bereichen noch viel zu tun ist. Genau wie er bin auch ich für eine Tempo-30-Regelung in unserer Stadt.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Vormittags beim Chor oder im Fitnessstudio, später im Haus und im Garten, abends bei Sitzungen, Kulturveranstaltungen oder auch mal vor dem Fernseher.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit dem Sammeln von Altstoffen und Kartoffeln.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich schenkte meiner Mutter zum Geburtstag eine teure Bluse aus dem „Haus der Dame“.
Was würden Sie gerne können?
Französisch, Spanisch und Italienisch ebenso gut sprechen wie Englisch oder Russisch.
Was stört Sie an anderen?
Arroganz, Dünkel, Falschheit und die Unfähigkeit, andere so anzunehmen wie sie sind.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Eine Überschrift in der SVZ vom Mittwoch zum Eurovision Song Contest löste den Lacher aus: „Deutschland hat doppelt gute Chancen“. Die 30 Medaillen von Sotschi lassen grüßen!
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Die von meinem Mann angebotene Schokolade genascht und nicht mehr aufgehört.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Es ist kein Held, aber es sind drei große Vorbilder, die für meine Entwicklung entscheidend waren: Meine selbstlose, hart arbeitende Mutter, die alles für die Familie, ihre Kinder und Enkel tat, meine Deutschlehrerin Gerda Pfahl, die mich so prägte, dass ich unbedingt studieren wollte und Jochen Gläser, er legte an der EOS den Grundstein für meine musikalische Ausbildung.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Das „Niederdeutsche Liederbuch“ auf der Suche nach passenden Liedern für unseren Chor.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Tagesschau oder Heute.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Weder noch! Aber ich gehe gern ins Konzert und ins Theater oder besuche eine Ausstellung.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Albert Schweitzer geht nicht mehr, aber mit Papst Franziskus würde ich gern plaudern.
Wenn Sie kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Meist kocht mein Mann, daher dominiert die norddeutsche Küche – viiiiel Sahne und Butter.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Vicky Leandros Lied: „Ich hab die Liebe geseh’n“ – ich sah meinen Mann.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Kette und Armband im Mäanderbandmuster auf der Hochzeitsreise in Griechenland.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Zum 65. Geburtstag war es eine Ballonfahrt, jetzt zum 70. wäre eine Kreuzfahrt sehr schön.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Nach 20 Jahren Stadtvertreter höre ich auf. Es bleibt das Singen im Chor. Ich bin Mitglied vieler Vereine und gehe regelmäßig ins Fitnessstudio und zu kulturellen Veranstaltungen.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Pastor Matthias Ortmann oder Manfried Scheithauer. Sie sind sehr interessante Persönlichkeiten und bringen sich stark für Güstrow ein.