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Güstrow Treffen an lodernden Feuern

Von rmai | 28.03.2018, 21:00 Uhr

Erste Osterfeuer in der Region Güstrow brennen schon morgen Abend.

Viele Osterfeuer werden ab morgen meist unter der Obhut der freiwilligen Feuerwehren in den Dörfern und Städten entfacht. Sie bieten den Menschen Gelegenheit sich zu treffen, zu plaudern, ein paar schöne Stunden miteinander zu verbringen, Neues zu erfahren und zu diskutieren.

In Krakow am See spielt die Blaskapelle auf

In Krakow am See ist alles gerichtet. Wehrführer Remo Schmecht und seine Kameraden erwarten am Sonnabend viele Besucher am Feuerwehrhaus im Luftkurort. Schon am vergangenen Wochenende konnten die Krakower ihren Baumschnitt bei der Feuerwehr abliefern, auf dass es ein große Feuer werde. „Die Blaskapelle wird kurz aufspielen“, kündigt Schmecht an. Die Kameraden haben die Versorgung der Gäste in den Händen. Die Kinder sollen Knüppelkuchen backen können. „Es ist eine lange Tradition, an der wie festhalten wollen“, sagt der Krakower Wehrführer. Das Osterfeuer sei ein großes Treffen der Krakower und vieler ehemaliger Krakower, die zu Ostern Verwandtschaft besuchen und alte Bekannte treffen wollen.

Überraschungen für die Kinder in Diekhof

Schon morgen Abend wird ein Feuer am Gerätehaus in Diekhof lodern. „Wir sehen es als eine Pflicht. Es ist uns aber gleichzeitig ein Anliegen, der Öffentlichkeit im Dorf etwas anzubieten“, erklärt Wehrführer Lars Künne das Engagement der Diekhofer Kameraden. Auch ein Herbstfeuer gehöre zum Jahresprogramm. „Und in diesem Jahr werden wir außerdem ein neues Feuerwehrfahrzung einweihen“, blickt Künne schon voraus. Die Kinder in Diekhof können sich übrigens auf kleine Überraschungen freuen. Osterkörbchen wollen die Kameraden mit Süßigkeiten für sie füllen.

In Lohmen gibt es in diesem Jahr kein Osterfeuer. „Bei dem Wetter…“, erklärt Bürgermeister Bernd Dikau. In der Hoffnung auf angenehmere Temperaturen soll das Feuer auf den Vorabend des Schafschurfestes verschoben werden. Das wäre dann der 27. April.

Treff bei Fackelschein und ohne Feuer

In Spoitgendorf ist es der Verein Recknitz-Niederung, der morgen Abend zum Grillen einlädt. „Fackeln, vielleicht auch Schwedenfeuer werden brennen“, kündigt Vereinsvorsitzender Detlef Uhl an. Das Osterfeuer werde man allerdings nicht entzünden. „Zu gefährlich“, sagt Uhl. Was sich in Spoitgendorf aufgehäuft habe – angefangen von den Weihnachtstannen, deren Verbrennung ins Wasser gefallen war – wolle man doch lieber abfahren lassen. „Trotzdem laden wir ein, weil es uns wichtig ist, die Menschen zusammenzubringen und einen gemütlichen Abend miteinander zu haben“, betont Uhr.

„Es gilt der Grundsatz, dass ausschließlich naturbelassenes Holz verbrannt werden darf“, heißt es aus der Umweltbehörde des Landkreises Rostock. „Der Brandschutz und der Schutz der Nachbarschaft vor Belästigungen durch Rauch sind sicherzustellen“, fügt Kreissprecher Michael Fengler hinzu.