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Güstrow Sonntag schon was vor: "Wählen ist Bürgerpflicht"

Von akgi | 26.09.2009, 01:57 Uhr

Wenn morgen die Wahllokale öffnen ist noch ungewiss, wie viele Menschen sich an der politischen Entscheidung beteiligen werden.

Fakt ist, dass sich laut des Instituts für Demoskopie Allensbach bisher nur 65 Prozent fest entschlossen haben, zur Wahl zu gehen - eine Einstellung, die viele Güstrower nicht verstehen können.

"Für mich ist es selbstverständlich, dass ich zur Wahl gehe. Umso schlimmer finde ich es, dass es so viele Menschen gibt, die nicht wählen gehen. Was soll das denn? Wir leben in einer Gemeinschaft und sollten gemeinschaftlich etwas bewegen", sagt Brigitte Hansen.

Peter Melzer hingegen ist der Meinung, dass man politische Entscheidungen wie im alten Rom austragen sollte. "Brot und Spiele wären wohl besser. Ich gehe wählen, aber letztendlich ändert sich doch sowieso nichts. Wählen ist Bürgerpflicht", sagt der 47-Jährige.

John Wernike ist übrzeugt, dass sich mit der richtigen Partei im Laufe der Jahre etwas ändern könnte. "Ich bin in der Ausbildung als Heil-Erzieher und möchte, dass die Gehälter angeglichen werden. Deshalb gehe ich wählen", sagt der 23-Jährige.

Für Christel Möller ist es schwer, Wahlprogramme voneinander zu unterscheiden. "Die ähneln sich alle sehr. Trotzdem gehe ich wählen. Schließlich muss sich etwas ändern", sagt die 58-Jährige.

Auch Martin Pocher ist der Meinung, dass sich die Wahlprogramme ähneln. "Da ist es schwer zu entscheiden. Ich möchte aber, dass sich die soziale Lage ändert. Ich bin gegen den Krieg in Afghanistan und will den Rückzug der Soldaten. Ich war auch im Krieg und habe so viel Elend gesehen. Das muss nicht sein", sagt der 88-Jährige.