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Landkreis Rostock Richtlinie zur Förderung von Kunst und Kultur

Von Regina Mai | 10.11.2012, 12:13 Uhr

Für den Landkreises Rostock gibt es jetzte eine neue Richtlinie zur Förderung von Projekten der Kultur und Kunst. Zwischen den den Altkreisen Güstrow und Bad Doberan wird es keine Unterschiede mehr geben.

Der wichtigste Satz in der neuen Richtlinie des Landkreises Rostock zur Förderung von Projekten der Kultur und Kunst dürfte jener unter Punkt 1.3 sein: Auf die Gewährung der Zuwendung besteht kein Rechtsanspruch. Die Förderung kultureller Projekt im Kreis ist eine freiwillige Leistung, dessen waren sich auf die Mitglieder des Ausschusses für Bildung und Kultur auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend bewusst. Dennoch beschreibt die Richtlinie, wie eine solche Förderung erlangt werden kann und vereinheitlicht die bisherige Verfahrensweise in den beiden Altkreisen Güstrow und Bad Doberan.

Hatte es in Güstrow nie etwas anderes als eine Projektförderung - allerdings eher in sehr schlichtem Rahmen, so Dezernent Lutz da Cunha - gegeben, so erhielten in der Doberaner Region die Chöre jährlich eine Pauschale. "Das gibt es nicht mehr", betonte Sabine Stelley vor den Ausschussmitgliedern. Außerdem regele die neue Richtlinie, dass es keine 100-prozentige Förderung gibt. Ein Eigentanteil sei stets zu leisten, machte die Leiterin des Schulverwaltungs- und Kulturamtes aufmerksam.

In der Diskussion einigten sich die Ausschussmitglieder den Eigenanteil auf 25 Prozent festzulegen. Rolf Kuchenbuch regte auch an, eine Untergrenze der förderungsfähigen Projekte festzulegen, damit man sich nicht verzettele und die Förderung mit der Gießkanne erfolge. Man einigte sich auf 200 Euro.

Geregelt ist im Entwurf der Richtlinie, dass bei Zuschüssen ab 500 Euro der Bildungs- und Kulturausschuss entscheidet. Bis zu dieser Grenze liegt die Entscheidung in der Verwaltung. Der Ausschuss, so betonte Stel ley, werde aber stets informiert. Die Richtlinie sieht vor, dass bis zum 31. Januar Anträge für eine Projektförderung fürs laufende Jahr zu stellen sind. Zuwendungen können natürliche und juristische Personen sowie gemeinnützige juristische Personen und religiöse Gemeinschaften als Träger von Zirkeln, Interessengruppen oder Bibliotheken sowie als Organisatoren kultureller Veranstaltungen erhalten. Zuwendungen an Vereine sind an deren Gemeinnützigkeit gebunden. Förderfähige Projekte, so zählt die Richtlinie auf, können u.a. Veranstaltungen der allgemeinen Kunst- und Kulturpflege sein, aber auch der Ankauf von Kunstwerken, die Beschaffung von Instrumenten, Konzerte und Lesungen.

Einen maßvollen Umgang mit Kultur-Fördergeldern betonte Ausschussvorsitzender Dittmar Brandt. Die Richtlinie muss nicht vom Kreistag beschlossen werden. Sie werde in Kraft gesetzt sowie die Zustimmung des Ausschusses vorliegt, erklärte Stelley. Die Änderungswünsche werden jetzt eingearbeitet.