Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Dobbin Personalmangel: Dobbiner Feuerwehr macht dicht

Von grie | 03.02.2014, 06:00 Uhr

Viele Feuerwehren auf dem Land kämpfen mit Personalmangel und eingeschränkter Einsatzbereitschaft. Die Freiwillige Feuerwehr Dobbin hat diesen Kampf jetzt verloren.

Viele Feuerwehren auf dem Land kämpfen mit Personalmangel und eingeschränkter Einsatzbereitschaft. Die Freiwillige Feuerwehr Dobbin hat diesen Kampf jetzt verloren. Der Feuerwehrstandort wird bis Sommer dicht gemacht. „Traurig, aber wahr“, sagt Wilfried Baldermann, Bürgermeister der Gemeinde Dobbin-Linstow. „Wir wollten den Standort erhalten, aber mit nur zwei bis drei Aktiven vor Ort können wir die Einsatzbereitschaft nicht mehr gewährleisten.“

Wehrführer Daniel Borchardt und die Gemeinde hatten Ende vergangenen Jahres noch um den Erhalt gekämpft. Borchardt war von Tür zu Tür im Dorf gegangen und hatte für die Wehr geworben. „Doch die Resonanz war sehr gering“, so Baldermann. Deshalb beschloss die Gemeindevertretung jetzt ein Konzept zur Umstrukturierung des Feuerwehrstandortes Dobbin. Wichtigstes Ziel: die verbliebenen Dobbiner Kameraden sollen sich zukünftig in der Freiwilligen Feuerwehr Linstow einbringen. Was mit dem Feuerwehrauto in Dobbin werden soll, sei aber noch unklar, so Baldermann. „Vielleicht werden wir es den umliegenden Gemeinden anbieten. Wir können den Wagen nicht in Linstow stationieren, da wir kein Geld für eine neue Garage haben“, sagt er. Denkbar sei auch, die beiden Einsatzfahrzeuge aus Dobbin und Linstow gegen ein größeres einzutauschen.

Trotz des Endes der Dobbiner Wehr sei die Brandbekämpfung weiter gewährleistet, so Baldermann. Die Linstower Wehr sei mit 18 Kameraden gut aufgestellt. Zudem gebe es einen Kooperationsvertrag mit der Feuerwehr der Gemeinde Hohen Wangelin. Auch in Krakow am See gebe es eine große Feuerwehr. „Aber viel darf nicht mehr passieren“, gibt Baldermann zu bedenken. Er appelliert auch an die Betriebe in der Gemeinde, mehr Verantwortung für die Einsatzfähigkeit der Wehren vor Ort zu übernehmen.