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Güstrow Menschen fühlen sich gut versorgt

Von Jens Griesbach | 20.03.2012, 05:10 Uhr

Was macht Güstrow lebenswert? Hunderte SVZ-Leser beantworteten den Fragebogen in unserer großen Serie, mit der wir herausfinden wollen, wie zufrieden die Menschen mit ihrem Wohnort sind.

Eine große Rolle spielt dabei auch die Versorgung der Bevölkerung. Wir wollten wissen: Wie beurteilen Sie das medizinische Angebot? Zahl der Einkaufsläden: Welche Note geben Sie? Wie beurteilen Sie die Arbeit der Behörden? Wieder konnten die Güstrower die Noten 1 bis 6 vergeben. Zudem sparten sie bei der Beantwortung der Fragen nicht mit Lob und Kritik.

Medizinische Versorgung

Wie sieht es mit der medizinischen Versorgung in Güstrow aus? Zunächst die Statistik: Der Großteil der Menschen ist damit mehr als zufrieden. Insgesamt 76 Prozent der Befragten äußerten sich positiv (sehr gut: 16 Prozent, gut: 39 Prozent, befriedigend: 21 Prozent). Für elf Prozent ist das medizinische Angebot immerhin ausreichend, nur sieben Prozent bewerten es als mangelhaft und vier Prozent als ungenügend.

In den Kommentaren zur medizinischen Versorgung wird oftmals das KMG-Klinikum Güstrow positiv hervorgehoben. Das Krankenhaus würde moderne Behandlungsmethoden bieten. Auch das Angebot an Allgemeinmedizinern sei gut. Beklagt wird aber der Mangel an Fachärzten sowie die langen Wartezeiten. "Die Wartezeiten auf einen Termin z.B. beim Augenarzt, Hautarzt, in der Orthopädie oder auch beim HNO-Arzt sind sehr, sehr lang und teilweise nicht mehr vertretbar", schreibt ein SVZ-Leser.

Zahl der Einkaufsmöglichkeiten

Wie sieht es laut unserer Lebenswert-Umfrage mit den Einkaufsmöglichkeiten sowie der Anzahl der Läden in der Barlachstadt aus? Auch hier überwiegt wieder die positive Einschätzung. 27 Prozent bewerten das Angebot als sehr gut, 30 Prozent als gut und 18 Prozent als befriedigend. Sieben Prozent vergeben die Note "4", ebenfalls sieben Prozent eine "5" und vier Prozent bezeichnen die Anzahl der Läden als ungenügend.

Bekleidungsgeschäfte, Cafés, Frisöre, Optiker, Apotheken, Reisebüros sowie Bäckereien seien in der Innenstadt ausreichend vorhanden, heißt es in den Kommentaren zu dieser Frage. Gewünscht wird, dass es wenigstens eine Einkaufsmöglichkeit in der Woche bis 22 Uhr geben sollte. Kritisiert wird, dass es zu viele Discounter im Verhältnis zur Bevölkerung gäbe und der Einzelhandel zu wenig individuelle Angebote habe. Allgemein gefordert wird ein großes Kaufhaus für die Güstrower Innenstadt.

Arbeit der Behörden

Und wie läuft es mit der Arbeit der Behörden in Güstrow? Auch hier hakten wir nach. Mehr als die Hälfte sind zufrieden (sehr gut: sechs Prozent, gut: 29 Prozent, befriedigend: 26 Prozent). Zehn Prozent geben der Arbeit der Behörden hingegen gleich eine "6", acht Prozent eine "5" und 15 Prozent eine "4". Dennoch bewertet der Großteil die Arbeit der Behörden positiv.

Auch hier waren die Kommentare auf den Fragebögen vielfältig. Kritisiert wird die teilweise Ämterverlegung der Kreisverwaltung von Güstrow nach Bad Doberan. Güstrow sollte Hauptsitz bleiben und nicht alles nach Doberan verschoben werden, heißt es. Aus der Sicht vieler SVZ-Leser lasse zudem die Freundlichkeit der Behördenmitarbeiter oftmals zu wünschen übrig. Mehr Bürgernähe wird gewünscht. Nicht ganz einig sind sich die Befragten, wenn es um die Schnelligkeit der Bearbeitung von Anträgen und Anfragen durch die Behörden geht. Den einen geht es zu langsam, die anderen loben die schnelle Bearbeitung.

Morgen geht es in unserer Zeitung weiter mit den Ergebnissen der großen Lebenswert-Serie. Dann nehmen wir die Freizeitmöglichkeiten in Güstrow näher unter die Lupe und präsentieren die Bewertung unserer Leser.