Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Pflege-Skandal Landkreis droht höheres Zwangsgeld an

Von GRIE | 08.06.2016, 21:00 Uhr

Der Landkreis Rostock greift im Pflege-Skandal zu schärferen Maßnahmen

Nachdem die Betreiberin ihre Pflegeeinrichtung im Möwenweg in Krakow am See nicht wie gefordert am vergangenen Freitag geschlossen hat (SVZ berichtete), hat der Kreis eine neue Schließungsfrist bis zum 15. Juni gesetzt. Wenn die bemängelte Einrichtung bis zu diesem Termin nicht geschlossen sein sollte, werde ein Zwangsgeld von 20 000 Euro fällig, kündigte heute Kreissprecher Michael Fengler an.

Da die Betreiberin des Pflegedienstes „Elisa“ bisherigen Verfügungen nicht nachgekommen ist, muss sie bereits ein Zwangsgeld von 10 000 Euro bezahlen und nochmal 5000 Euro, weil sie sogar weitere Bewohner aufgenommen hat. „Dieses Geld muss sofort bezahlt werden, wenn nicht, kann es auch zu einer ersatzweisen Zwangshaft kommen“, sagt Fengler. Die Betreiberin könne aber Widerspruch gegen das Zwangsgeld einlegen. Die Heimaufsicht des Kreises hatte den Betrieb von drei „Elisa“-Pflegeeinrichtungen wegen schwerer Mängel untersagt. Dagegen geht die Betreiberin gerichtlich vor.