Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Güstrow Kinder überraschen Ruprecht

Von Eckhard Rosentreter | 17.12.2017, 21:00 Uhr

Winterliches Finale für Güstrower Weihnachtsmarkt/ Charityaktion mit Besuchern für den Tafelverein.

Würdiges Finale mit einem Hauch von Winter für den diesjährigen Weihnachtsmarkt in Güstrow: Endlich, nach Tagen mit Regen- und Schneeregenschauen, überzog gestern früh eine leichte Zuckerschicht die Kulisse vor dem Rathaus.

Zehn Tage lang hat der Gewerbeverein Güstrow unter der Regie von Mario Kohlhagen wieder ein kleines, Güstrow durchaus angemessenes Fest auf dem Markt auf die Beine gestellt. „Sehr gut liefen die Glühweinpartys. Am Sonnabendabend war der Marktplatz richtig gut gefüllt“, freute sich Kohlhagen über den Zuspruch. Besonders der Andrang bei der Weihnachtsmannsprechstunde erstaune ihn immer wieder. Manches Kind hatte sogar selbst etwas für den klassisch rot gekleideten Gönner mitgebracht: Pfeffernüsse, die er so gerne mag. Und wieder andere Kinder, wenn sie im Gespräch auf der Bühne vom Weihnachtsmann ausgefragt werden, verblüffen selbst ihre Eltern mit dem, was sie da so sagen. Die fünfjährige Sarah etwa wünschte sich eine Kamera! (Ist beim Blick in selbige vielleicht ja auch nicht so weit hergeholt.)

Abschluss der diesjährigen Weihnachtsmarktes war wieder eine, schon traditionelle, Aktion „Wir lassen Güstrow leuchten“. Der Rotaryclub stellte dem Tafelverein wieder 270 Kerzen mit Windschutz zur Verfügung. Mitglieder und Helfer der Güstrower Tafel e.V. brachten diese auf dem Weihnachtsmarkt unter die Leute, für 1,50 Euro das Stück. „Allein 90 hatten schon unsere Mitglieder schon vorher gekauft“, berichtet Wilfried Minich vom Rotaryclub. Brian Rebenstorff, begleitet von Oma Annette, hat ebenfalls eine solche Kerze erworben. „Die bringe ich Mutti mit. Ich hab eine rote genommen, weil Mama Rot mag“, erzählt der Zehnjährige. Wilfried Minich: „Das ist das Schöne an dieser Aktion: Man tut etwas Gutes und nimmt auch noch was für Zuhause mit.“ Mehrere Besucher hatten auch noch extra Kleingeld, einen Zehner und einer sogar einen 50-Euro-Schein in die Tafelkasse gesteckt. Einen zweiten Gedanken mit der „Leuchten-Aktion“ will Minich auch nicht verhehlen: Man kauft eine Kerze und verweilt bis zum gemeinsamen Anzünden noch etwas auf dem Markt.

Kritikpunkte zum Güstrower Weihnachtsmarkt gibt es ebenso traditionell. In diesem Jahr hätte sich so mancher am Markt ansässiger Einzelhändler etwas mehr Sensibilität bei der Platzierung der Verkaufsstände der Wochenmarkthändler gewünscht. Die waren einigen Geschäften doch arg auf die Pelle gerückt.