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Ernst-Barlach-Stiftung Käthe Kollwitz als Besuchermagnet

Von grie | 27.06.2017, 21:00 Uhr

Ausstellung zum 150. Geburtstag der Graphikerin und Bildhauerin endet in Güstrow. „Ernst Barlach und seine Fotografen“ ab 9. Juli.

Großer Erfolg für die Käthe-Kollwitz-Schau in der Güstrower Ernst-Barlach-Stiftung. „Wir hatten einen großen Besucherstrom. Käthe Kollwitz hat sich als Magnet erwiesen. Eine ganze Reihe von Gästen ist nur wegen dieser Ausstellung zu uns gekommen“, sagt Inge Tessenow von der Barlachstiftung. Und auch jetzt zum Endspurt erwartet die wissenschaftliche Mitarbeiterin noch zahlreiche Besucher. Denn nur noch bis Sonntag besteht die Möglichkeit, die Ausstellung zum 150. Geburtstag der Graphikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz (1867 bis 1945) in Güstrow zu erleben. Es handelt sich um die einzige Schau im Jubiläumsjahr dieser herausragenden Künstlerpersönlichkeit in Mecklenburg-Vorpommern.

„Auf der Suche nach der ‚neuen Form‘. Zeichnungen. Druckgraphik und Plastik von Käthe Kollwitz“, hat Kurator Dr. Volker Probst, Geschäftsführer der Güstrower Barlachstiftung, die Ausstellung betitelt, die am 30. April eröffnet wurde. Nach der in 2007 gezeigten Kollwitz-Ausstellung im Ausstellungsforum-Graphikkabinett in Güstrow, bei der die Beziehung zwischen der Bildhauerin und dem chinesischen Schriftsteller Lu Xun (1881 bis 1936) im Mittelpunkt stand, geht es in der aktuellen Schau vor allem um die wichtigsten Bildzyklen der Künstlerin, aber auch um den Werkprozess bei der Druckgraphik, erweitert durch eine Auswahl von Handzeichnungen und Plastiken. „Es geht nicht vordergründig um eine Gegenüberstellung Ernst Barlach – Käthe Kollwitz, dazu gibt es genügend Literatur und Ausstellungen“, sagt Volker Probst. „Im Mittelpunkt stehen die zentralen Themen ihrer Kunst: der Mensch in seinen elementaren Befindlichkeiten.“

Auch bei der kommenden Ausstellung in der Güstrower Barlachstiftung erwartet Inge Tessenow einen großen Zulauf. „Es ist ein sehr spannendes Thema“, sagt sie. Am Sonntag, dem 9. Juli, wird um 11.30 Uhr die Schau „Ernst Barlach und seine Fotografen“ im Ausstellungsforum-Graphikkabinett am Heidberg eröffnet. Zahlreiche Fotografien dokumentieren die Lebensphasen des Künstlers. Die Ausstellung arbeitet den reichen fotografischen Nachlass, der heutzutage vorhanden ist, auf und gibt Einblick in Ernst Barlachs biographische Stationen und seinen Familien- und Freundeskreis. Hierfür werden zum einen Fotoporträts des Künstlers aus allen Lebensphasen, zum anderen historische Aufnahmen seines sozialen Umfeldes präsentiert. Außerdem soll ein exemplarischer Einblick in die Entwicklung der zeitgenössischen Rezeption von Barlachs bildhauerischen Werks durch Fotografen gegeben werden. Begleitend zur Ausstellung ist zudem ein Fotoworkshop mit dem Fotografen André Hamann aus Groß Wokern geplant.