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Schwerin Jugendarbeit im Slawenboot

Von tiwe | 14.10.2009, 01:57 Uhr

Das während der Bundesgartenschau im Ufergarten von Jugendlichen originalgetreu nachgebaute Slawenboot ist zum Ende der Schweriner Buga feierlich auf den Namen "Perun" getauft und im Burgsee zu Wasser gelassen worden.

"Perun" ist ein slawischer Gott und heißt so viel wie "Der Schlagende". Das Boot ging in das Eigentum des Schweriner Marineclubs über und dient künftig für verschiedene Jugendprojekte, kann aber auch für kleine Feiern gemietet werden.

Dr. Michael Bednorz, Direktor des Landesamtes für Kultur und Denkmalschutz, dankte den vielen Unterstützern, die den Nachbau eines 1994 entdeckten, 1000 Jahre alten Slawenbootes ermöglicht haben. "Wir konnten damit auch ein Stück unserer Arbeit sichtbar machen", so Bednorz. Das Boot "Perun" wurde allerdings ein bisschen kleiner als das Original. "Wir haben einfach nicht mehr so große Bäume gefunden", erklärt Bednorz. Der Nachbau des Slawenbootes ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landesamtes für Kultur- und Denkmalpflege und der Beruflichen Schule mit Sonderpädagogischer Aufgabenstellung. Unterstützt wurde der Bootsbau durch das Wirtschafts- und Sozialministerium sowie alle neun Service-Clubs der Stadt.

Für Bootsbauer Kai Zausch, der das Slawenboot entworfen hat, war dies ein ganz besonderes Projekt. "So eine alte Handwerksarbeit ausführen zu können, war für mich eine Ehre. Und diese an die vielen interessierten Besucher weitergeben zu können, war wunderbar."