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SVZ-Wochenend-Interview „Ich wünsche mir mehr Gelassenheit“

Von grie | 10.12.2016, 12:00 Uhr

20 Fragen an Ulf Gudacker, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Güstrow.

Ulf Gudacker, geboren 1981 in Teterow, ist seit diesem Jahr neuer Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Güstrow. Aufgewachsen in Jördenstorf machte er sein Abitur in Teterow und anschließend eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann in Rostock. Im Abendstudium bildete sich Gudacker zum Betriebswirt weiter und war dann 15 Jahre im Stahlvertrieb in Rostock tätig. 2007 zog er von Rostock nach Schwaan. Inzwischen hat er seinen Lebensmittelpunkt mit seiner Lebensgefährtin und den beiden Kindern in Bröbberow gefunden.


Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Inmitten meiner Familie. Dann ist mir auch völlig egal, wo dieser Platz ist.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Wichtig ist, dass es ein Miteinander gibt innerhalb der Dorfgemeinschaft. Und dieses Miteinander ist vorhanden.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Momentan ganz sicher im Haus des Handwerks in Güstrow.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
In der Schulzeit bin ich bereits in den Ferien bei den regionalen Baufirmen gewesen, um mein Taschengeld aufzubessern. Und selbst nach dem Abitur und vor der Bundeswehr habe ich dort mein erstes Geld hart erarbeitet.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich glaube so ziemlich alles bei einem gemeinsamen Urlaub im Freundeskreis.
Was würden Sie gerne können?
Geduldiger sein. Viele Dinge gehen mir oft einfach zu langsam. Da wünsche ich mir manchmal einfach mehr Gelassenheit.
Was stört Sie an anderen?
Intoleranz! In jeder Facette und in jeder Form. Toleranz und Respekt gegenüber fremden und unbekannten Dingen ist es, was uns menschlich macht.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über den Weihnachtsfilm „Schöne Bescherung“ mit Chevy Chase. Dies ist einfach ein Klassiker und meine ganze Familie freut sich darauf, ihn zum 1. Advent wieder aus der Schublade herausholen zu können.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Ich weiß noch nicht so ganz genau, wie unvernünftig es wirklich war, aber die Damen und Herren aus Flensburg werden es mich wissen lassen.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Ganz klar meine Frau (auch wenn wir noch nicht verheiratet sind). Sie hält mir jeden Tag aufs Neue den Rücken frei, bestärkt mich in meinem Tun, erdet mich und managt scheinbar auch noch ganz nebenbei unser gesamtes Familienleben. Ohne sie wäre ich nicht halb so weit gekommen, nicht beim Studium, nicht beruflich und erst recht nicht menschlich.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Zurzeit schaffe ich gerade noch so die Tageszeitung. Wenn ich aber noch zum Lesen komme, dann „Die granulare Gesellschaft“ von Christoph Kucklick. Obwohl ich eigentlich eher ein großer Fan von historischen Romanen bin á la Bernard Cornwell.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Ganz klar die Sportschau am Sonnabend.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Obwohl ich auch sehr gerne feiere, dann doch eher beim Fußball.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Wenn ich mich jetzt entscheiden müsste, dann wohl meinen besten Freund Michi. Wir haben uns jetzt bestimmt schon zwei Monate nicht mehr gesehen.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Aktuell deutsche Gerichte. Klassisch Fisch oder Braten passend zur Adventszeit. Wenn ich aber für meine beiden Jungs koche, dann fast nur italienische Küche: Nudeln mit Tomatensoße.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Jennifer Rush mit „Ring of Ice“. Zu diesem Lied habe ich gemeinsam mit meiner Frau gefühlt unser gesamtes Haus renoviert. Wir müssen heute immer noch lachen, wenn der Song im Radio kommt.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Ich habe zwei wundervolle Kinder, da muss ich nicht noch mehr erklären dazu.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ein Urlaub im Camper, quer durch Norwegen.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Ich würde fast sagen, so wie Peter Fox es beschrieben hat: „Hab taube Ohr’n, ’nen weißen Bart und sitz im Garten. Meine 100 Enkel spielen Cricket auf’m Rasen. Wenn ich so daran denke kann ich’s eigentlich kaum erwarten.“
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Unserem Landrat Sebastian Constien. Ich bin immer wieder beeindruckt ob seines Engagements in unserer Region.