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Klönsnack Hafenkapitän erzählt

Von Caroline Awe | 05.04.2019, 05:00 Uhr

Gisbert Ruhnke plauderte beim Güstrower Klönsnack über die Pläne im Rostocker Hafen

Der Rostocker Hafenkapitän Gisbert Ruhnke plauderte beim 41. Klönsnack ausführlich über die Zukunft des Rostocker Hafens. Neben der Ansiedlung großer Firmen sprach der Experte auch über die verkehrstechnische Erschließung des Areals zur Entzerrung der Verkehrsströme. So werde von der Autobahn in Richtung Getreidehafen eine neue Straße geschaffen und ebenfalls eine für die Fährzubringer. Auch Vorstellflächen für Lkw neue Anschlüsse im Bahnverkehr sprach der Hafenkapitän an.

Der Stückgutumschlag werde in Rostock eine immer geringere Rolle spielen. Der Hafen werde sich weiter spezialisieren, prognostiziert Gisbert Ruhnke. Voraussetzung hierfür sei die geplante Vertiefung des Fahrwasser auf 15 Meter und somit auf Ostseefahrwassertiefe.

Auch der Passagierhafen in Warnemünde werde sich verändern. So werden die Liegeplätze elf und zwölf gebaut. Hierzu sei schon das ehemalige Werftbecken der Warnowwerft angekauft worden. Von hier aus sollen dann Züge nach Berlin fahren, um die Touristen zum Brandenburger Tor und anderen Sehenswürdigkeiten zu bringen. Für den Fischereihafen sei ein Ausbau in Richtung des alten Schlachthof mit einem neuen Kühlhaus in Planung, weiß der Experte zu berichten. Die Bundeswasserstraße zum Stadthafen solle bis auf eine Tiefe von sechseinhalb Meter ausgebaggert werden, sodass künftig auch kleinere Kreuzfahrtschiffe bis in den Stadthafen hineinfahren können, ergänzt Hafenkapitän Gisbert Ruhnke bei seinem Vortrag.

Der nächste Klönsnack ist für den 18. Oktober geplant. Bernd Seifert, technischer Aufsichtsbeamter bei der Schiffssicherheitsabteilung der Berufsgenossenschaft Verkehr, wird dann über seine Arbeit sprechen.