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Jubiläum Güstrower Plattsnacker feiern 25. Geburtstag

Von CMEN | 22.02.2014, 06:00 Uhr

Gruppe gründete sich 1989 als Arbeitsgemeinschaft zur Pflege der niederdeutschen Literatur im Kulturbund

Die Güstrower Plattsnacker haben das gut hinbekommen: Im Jahr des 200. Geburtstags von John Brinckman feiern sie jetzt auch ihr 25-jähriges Jubiläum.

„Aus mir vorliegenden Aufzeichnungen geht hervor, dass sich die Arbeitsgemeinschaft zur Pflege der niederdeutschen Literatur in der Trägerschaft des Kulturbundes am 24. Februar 1989 gegründet hat. Als Gründungsmitglieder sind Jürgen Taetow, Franz Prüß und Karl Hansen verzeichnet. Mitglieder von Anfang an waren auch Anneliese Wendt und Elfriede Lammek“, berichtet Dieter Kölpien. Der Güstrower mit einer Vorliebe für stadtgeschichtliche Themen hat in Ermanglung einer Chronik viel Material in vier dicken Heftern zusammengetragen. „Aber wann aus der Arbeitsgemeinschaft die Plattsnacker wurden, ob es je ein Statut, eine Geschäftsordnung oder einen gewählten Vorstand gab, entzieht sich meiner Kenntnis“, bedauert Kölpien. Von allen anerkannte Vorsitzende seit vielen Jahren ist Anneliese Wendt. Für ihre engagierte ehrenamtliche Tätigkeit zeichnete sie Ministerpräsidenten Erwin Sellering im Dezember des vergangenen Jahres mit der Ehrennadel des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus. „Damit fühlen wir uns alle auch ein bisschen mitgeehrt“, schmunzelt der Chronist.

Heute wirken die Güstrower Plattsnacker unter dem Dach der Brinckmangesellschaft. Und es ist klar, dass ihnen die Ehrung ihres Namenspatrons ein Herzensbedürfnis ist. „Wir werden im Brinckman-Jahr wie schon zuvor im Reuter- und im Wossidlo-Jahr eine öffentliche Lesung vornehmen“, verspricht Dieter Kölpien. Vorgesehen ist, dass Behrend Böckmann am 14. Juni im Ernst-Barlach-Theater aus „Höger up“ liest. Das ist die Geschichte eines armen Güstrower Findelkindes, das durch Glück und Geschick ein Ritter des Herzogs wird. Darüber hinaus werden sich die Plattsnacker am 3. Juli, dem Geburtstag des Dichters, bei der ehrenden Kranzniederlegung am Grab und am 10. Juli bei der Festveranstaltung in der Aula des John-Brinckman-Gymnasiums einbringen. „Insgesamt sind in Mecklenburg-Vorpommern zirka 35 Veranstaltungen zu Ehren Brinckmans vorgesehen, die meisten in Rostock und Güstrow. Das zeigt die hohe Wertschätzung, die dem niederdeutschen Dichter entgegen gebracht wird“, sagt Dieter Kölpien, der auch den Festausschuss zur Brinckmanehrung leitet.


Bisher 2500 Euro für Sanierung der Grabstätte gespendet

Er und Behrend Böckmann gehörten zu den Initiatoren der von den Plattsnackern ins Leben gerufenen Spendenaktion, um die Grabstätte auf dem Güstrower Friedhof in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. „Bisher sind schon über 2500 Euro zusammengekommen, die Arbeiten laufen“, berichtet Kölpien. Vor allem aber möchten die Güstrower Plattsnacker auch künftig dazu beitragen, dass die niederdeutsche Sprache gepflegt und weitergegeben wird.