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Flüchtlinge Große Asylunterkunft vom Tisch

Von grie | 14.11.2015, 06:00 Uhr

Landkreis Rostock lehnt Errichtung einer Unterkunft für 2400 Flüchtlinge zwischen Güstrow und Strenz ab

Nach der Stadt Güstrow hat nun auch der Landkreis Rostock das Vorhaben eines privaten Investors, auf dem Gelände einer Recyclingfirma zwischen Güstrow und Strenz eine Unterkunft für bis zu 2400 Asylsuchende zu errichten (SVZ berichtete), abgelehnt. Darüber informierte gestern die Kreisverwaltung.

Der private Investor hatte eine Bauvoranfrage beim Landkreis gestellt. Damit wäre in Güstrow die größte Flüchtlingsunterkunft Mecklenburg-Vorpommerns entstanden. Doch diese Pläne sind mit dem negativen Bescheid jetzt zunächst vom Tisch. „Der Antragsteller hat allerdings noch die Möglichkeit, Widerspruch einzureichen“, so Dezernent Rainer Boldt. Die Entscheidung des Kreises sei dem privaten Investor mitgeteilt worden.

Zuvor hatte bereits die Barlachstadt das Vorhaben abgelehnt. Diese Stellungnahme ist in die Ablehnung des Landkreises mit eingeflossen. „Für eine dauerhafte Unterbringung von Flüchtlingen halten wird den Standort für ungeeignet“, so Güstrows Bürgermeister Arne Schuldt. Das Gelände läge im Außenbereich und sei laut Flächennutzungsplan für die Landwirtschaft vorgesehen. „Zudem ist das Gelände ist für die Unterbringung von Menschen nicht erschlossen. Es gibt keine Schmutzwassererschließung“, so Schuldt. Hier an der Schwaaner Straße betreibt die in Hamburg ansässige Anthesuro GmbH ein Recyclingunternehmen. XHTML Block | WhatsApp Newsletter svz