Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Güstrow Gesang trifft Oboe und Violine

Von elpe | 29.07.2020, 05:00 Uhr

Thomaskantor Gotthold Schwarz tritt mit Solisten des Sächsischen Barockorchesters im Güstrower Dom auf

Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel sind diese Woche im Güstrower Dom zu Gast. Zumindest gedanklich. Denn Thomaskantor Gotthold Schwarz wird gemeinsam mit Solisten des Sächsischen Barockorchesters Werke der beiden Komponisten vortragen. Zudem erklingen geistliche Gesangsarien und Kirchenmusiken des 18. Jahrhunderts im Wechselspiel mit Stücken für Oboe und Violine von Georg Philipp Telemann sowie von Jan Dismas Zelenka, kombiniert mit instrumentaler Kammermusik. All das steht unter dem Titel „Tritt auf die Glaubensbahn“ – ein ganz besonderes Konzert, wie die Güstrower Kantorei verspricht und dazu Musikliebhaber am Mittwoch um 19.30 Uhr einlädt.

Kantorin Angelika Ohse ist glücklich, dass sie Gotthold Schwarz für den Auftritt in der Barlachstadt gewinnen konnte. Weiß sie doch um den Bekanntheitsgrad des 17. Leipziger Thomaskantors nach Johann Sebastian Bach.

„Er ist ein international gefragter Sänger und hat sich als Solist auf den Konzertpodien Europas, Asiens und Amerikas einen Namen gemacht. Außerdem arbeitet Gotthold Schwarz mit renommierten Orchestern, Chören und Dirigenten zusammen“, zeigt sich Ohse von dem Thomaskantor beeindruckt, der derzeit als Professor an der Leipziger Musikhochschule lehrt und 2017 unter anderem wegen seines Engagements hinsichtlich der Förderung alter Musik mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.

Jener Einsatz des Thomaskantors zeigt sich auch bei einem Blick auf das Sächsische Barockorchester, das er 1989 gegründet hat. Die Musiker möchten die Tradition des „Collegium Musicums“ bewahren, das der damalige Jurastudent Georg Philipp Telemann 1701 mit Kommilitonen in Leipzig ins Leben gerufen hatte und das später von Johann Sebastian Bach weitergeführt wurde. Dank des Ensembles entstand eine neue Zeit des öffentlichen Musizierens in der sächsischen Stadt. Eine lebendige Zeit, die Gotthard Schwarz mit dem Sächsischen Musikorchester in die Gegenwart transportieren möchte. „Zum Repertoire des Ensembles gehören natürlich die großen Werke der Barockzeit. Aber auch die Pflege der überaus reichhaltigen und oft weniger bekannten Kirchenmusik Mittel- und Norddeutschlands bilde einen Schwerpunkt der Arbeit“, berichtet die Güstrowerin Angelika Ohse und fügt an, dass das Orchester bei seinen Konzertreisen schon in den bedeutenden Musikzentren Deutschlands, in Frankreich, Schweden und Japan auf der Bühne gestanden habe. Und am Mittwoch werden die Musiker ihr Können nun im Güstrower Dom unter Beweis stellen. Eintrittskarten für das Konzert gebe es an der Abendkasse, so die Kantorin. Der Einlass sei auf 200 Personen beschränkt. Darüber hinaus würden die allgemeinen Abstands- und Hygienevorschriften gelten.